Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

 

 

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garantiert KI-frei

 

letztes Update am 23.06.2026

 

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Mein Blog

November 2025

So

30

Nov

2025

so schnell ist schon Advent

Immer ein Lichtlein mehr

im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns so sehr

durch die dunklen Stunden.

Adventskranz

Zwei und drei und dann vier!

Rund um den Kranz welch ein Schimmer,

und so leuchten auch wir,

und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt

langsam der Weihnacht entgegen.

...

Matthias Claudius


aus dem Newsletter 'Die Andere Zeit' abgeschrieben 

 

Fr

28

Nov

2025

manchmal etwas Sonne

Die Tage zwischen Totensonntag und dem ersten Adventssonntag waren erst schneekalt, dann Novembergrau, wurden langsam wieder wärmer und pendeln sich nun mit Nieselregen bei kleinen Plusgraden ein. 

Herbst am Teich

Ab und zu ein kurzer Sonnenstrahl tut richtig gut.

 

Di

25

Nov

2025

noch vier und Schnee

Ein Monat plus ein Tag vor Heiligabend. Eine knappe Woche vor dem ersten Advent. Der große Weihnachtsmarkt hat gestern geöffnet. Meine Weihnachtsdekoration ist ... im Werden.

Eichhörnchen
Hemmi Eichhorn hat es eilig

Am Sonntag kam der Schnee. Während wir zu Abend aßen fielen rundherum große Flocken, wurde erst der Garten weiß, dann der Fußweg vor dem Haus, dann die Straßen. 

Eichhörnchen Schnee
Mahlzeit

Als wir zu Bett gingen sah es wunderschön aus, keine Spur störte die weiße Reinheit. Allerdings fing es bereits an zu matschen, aber es blieb weiß und rutschig. Genug für den Montagmorgen und einmal Schnee schippen. Gegen Mittag war der Schnee fort. 

Eichhörnchen Schnee
schnell Verstecken: bei Schnee und gefrorenem Boden nicht einfach

Ich sitze derweil zu Hause und brüte über der Weihnachts-Wunschliste. Was schenken wir wem? Hemmis Wünsche sind einfach. Nüsse, Walnüsse, Haselnüsse, ab und zu eine Erdnuss als Goodie, ab und zu Apfel oder Birne. Nur bitte nicht dieses weiße Zeug. Da macht sie große Sprünge und huscht nur schnell darüber. 

Eichhörnchen Schnee

Sa

22

Nov

2025

Polarwirbel

Der Polarwirbel sei derzeit stark ausgeprägt, hieß es. Eine Luftströmung, die mal mehr mal weniger stark um den Nordpol mäandert und sich dabei ausbeult. Eine Beule scheint uns erwischt zu haben. Am Donnerstagmorgen waren Rasen und Dächer weiß vom Schneegraupel. Nicht lange, dann war er fort. 

Blätter Frost
letzte Apfelbaumblätter

Am Freitag aber wachten wir in eine weiß gefrorene Welt auf. Minus 7 Grad in der Nacht! Einfach so hat Petrus das mal gemacht, uns zeigen, dass er es kann und der Winter nicht fern ist. Der viele Regen vorher hatte mich davon abgehalten, schon Kübel einzupacken und vom Regen triefende Pflanzen einzuräumen. Ja, Shit jetzt. Wir hatten am Donnerstag, hau-ruck, noch schnell den indischen Brunnen abgeschlagen und weggeräumt, die Kübel ans Haus gerückt, davor fährt nächtens der Rolladen herunter. Und die wichtigsten großen Kübel in Noppenfolie gepackt. Im Gewächshaus läuft der kleine Heizlüfter. Wie gut. Es ist jetzt kalt, schnatterkalt, jeder Schritt knirscht auf dem gefrorenen Boden, aber die Luft ist klar und trocken. Eigentlich wunderschön.

Frost Blätter Eichhörnchen
Hemmi Eichhorn mit Überblick

Hemmi Eichhorn sitzt ganz nah an der Tür und futtert die Walnüsse, die wir aus Bayern geschenkt bekommen haben. Oder genüsslich die roten Eibenfrüchte, ja, die sind giftig, der Kern in ihnen ist giftig, aber sie frisst ja auch zweifelhafte Pilze. Und sitzt dann im großen Ginkgo in der Sonne. Ganz oben. Und schaut herab.

Denn der seltsame Nachbar im Endreihenhaus mäht seinen gefrorenen Rasen. Einschließlich des darauf liegenden Laubs seiner großen Bäume. Der Rasenmäher setzt sich wohl mit den Blättern zu, dann kippt er ihn auf die Seite und greift darunter, holt das Laub heraus. Dann mäht er weiter. Den Stecker hat er zwischendurch nicht gezogen. Da fällt mir nicht mehr viel ein. 

 

Mi

19

Nov

2025

Gummistiefelherbst

Es ist aber sowas von herbstlich geworden. So richtig nass vom vielen Regen und sooo dunkel von den vielen Wolken. Meistens wird es morgens gar nicht erst hell. Wenn doch ab und zu die Sonne herauskommt zieht es uns gleich in die Natur. 

ein Blesshuhn im kalten Wasser
ein Blesshuhn im kalten Wasser

Am besten mit Gummistiefeln an den Füßen. Das Blesshuhn im städtischen Teich ist da erstaunlich kälteunempfindlich.

 

So

16

Nov

2025

Beobachtungen am Himmel

Der Herbst hat uns fest im Griff, es regnet, es ist dunkel, es ist kalt. Dabei hatten wir vor einer Woche noch Wärme, blauen Himmel, wolkenlosen Himmel, fast wie Sommer. Traumherbst. Aber jetzt vorbei.

Wir waren unterwegs gewesen, um diesen blauen wolkenlosen Himmel zu genießen und die Kameras waren mit. Und während ich versuchte, einige übriggebliebene Weintrauben und rankende Weinreben an der Berggarten-Pergola zu fotografieren ....

Hannover Herrenhausen Berggarten
an der Berggarten-Pergola

... fiel mir ein Blinken am Himmel auf. Ich dachte an ein sehr hoch fliegendes Flugzeug, einen Wetterballon, eine Raumstation, ein ... und machte Fotos. Als der beste-Ehemann-forever dazu kam, war das Blinken verschwunden. Schade. Ich vergrößerte meine Aufnahme auf dem Kameradisplay und wusste, es war kein Flugzeug gewesen.

Himmel Hannover Herrenhausen Berggarten
der Himmel über dem Berggarten

Zu Hause auf dem Computer konnten wir besser vergrößern, so sahen wir mehr, aber eben unscharf. Irgendetwas war über uns geflogen. Aber was war es denn nun? Eine Drohne? Etwas Privates? Etwas Militärisches? Supergirl?? Aliens??? Die Medien waren in letzter Zeit voller Nachrichten über Drohnen über Flughäfen, über militärischen Einrichtungen, über Industriegebieten. War es so etwas?

Wir hatten etwas gesehen und wussten nicht was. Und wem zum Kuckuck sagt man da Bescheid?

Himmel Hannover Herrenhausen Berggarten
die maximale Vergrößerung

Der beste-Ehemann-forever telefonierte: die Tageszeitung sagte, wir sollten doch die Polizei ansprechen - die Polizeistation sagte, wir sollten doch den Flughafen Hannover ansprechen - der Flughafen sagte, wir sollten doch die Flugsicherung ansprechen - die Flugsicherung war nicht erreichbar, war entweder besetzt oder es ging niemand ans Telefon. Am nächsten Tag erreichten wir eine junge Frau bei der Polizeidirektion. Sie fragte, wo wir das Objekt beobachtet hätten. 'Vom Berggarten aus.' 'Was für ein Garten?' 'Berggarten.' ' Wo ist das?'  Äh, hatten wir nicht in Hannover angerufen? Doch? Ja, in Herrenhausen natürlich. Ich war schockiert, dass diese junge Frau die Herrenhäuser Gärten nicht kannte.

Hannover Herrenhausen Berggarten
Berggarten - unten

Aber Herrenhausen kannte sie und sagte 'Stöcken! Sie müssen die Polizeistation in Stöcken anrufen.' Und das taten wir dann und sprachen mit einem sehr interessierten Polizeihauptmeister. Dann mailten wir ihm die beiden Fotos und dann - hörten wir nie wieder etwas.

Aber einen Rat hatte er noch für uns: Bei so einer Sichtung sofort die 110 wählen. 

 

Do

13

Nov

2025

Blätter

Gleich vorneweg: Ja, es gab Polarlichter. Nein, es gibt kein Foto. Denn wir haben geschlafen. Wir waren müde von der Gartenarbeit (die Tulpenzwiebeln in die Erde bringen), vom Friedhof (die Grabstelle bepflanzen), von Zuviel in zu kurzer Zeit. Deshalb keine Polarlichter für uns.

Hannover Friedhof Engesohde Herbst
auf dem Friedhof waren wir auch und auch dort überall Blätter

Jetzt fallen die Blätter und wir harken und harken. Endlich sind einige Tage trocken und wir können loslegen. Vor unseren Mülltonnen (wir haben vier: eine blaue für Papier, eine gelbe für Verpackungsplastik, eine braune für Bioabfälle, eine schwarze für den Rest und irgendwann werde ich noch irre mit den unterschiedlichen Abholzeiten) stehen jetzt große Säcke voller Blätter und es werden immer mehr. Da unsere Apfelbäume von Schädlingen befallen sind, ist es auch keine Option die Blätter liegen zu lassen. Dazu kommt all das, was aus Nachbargärten zu uns fällt oder vom Wind geweht wird. Also harken wir. Zwischendurch mit einem befreienden Wutanfall meinerseits.

 

Mo

10

Nov

2025

Herbstloch

Es ist wie Sommerloch, aber wir haben Herbst. Die Absurdität der Politik bricht sich Bahn. Jedoch - vielleicht liegt das in der Natur der Sache.

Der hannoversche Oberbürgermeister ist sehr, sehr, sehr für eine neue Bahntrasse Hannover-Hamburg, ungeachtet seiner (Hannoverschen und Umland) Wähler und Wählerinnen, die diese Veränderung unserer Landschaft drumherum samt Naturzerstörung nicht wollen und lieber einen Ausbau der bestehenden Trasse hätten. Und dabei ist er doch ein Grüner. Die allerdings einen Ausverkauf ihrer Werte vornehmen. Es ist nicht mehr Grün drin, wo Grün draufsteht.

Hannover Kuppelsaal
Herbst in Hannover - Gelb statt Grün

Passend dazu haben wir für die Region Hannover eine neue Sozialdezernentin bekommen. Eine, die anderswo nicht mehr gut gelitten ist, seit dem Ahrtal Debakel im Unwetter. Eine Grüne, da haben sie wohl gedacht, wer einen grünen Oberbürgermeister hat, der kann auch noch mehr haben. Ein wenig Pöstchen-Geschachere und voilà. Vielleicht können wir sie ja nach Berlin abgeben, so wie den Regionspräsidenten. Gerade hier, schon wieder weg. Und seine Statements zum Wechsel klangen exakt gleich. Damals und jetzt.

Hannover Mittellandkanal
es wird früh dunkel

Herbstloch. Nur, statt wie damals im Sommer, einer Diskussion um Elfenbeauftragte nun eine um einen neuen Feiertag, den Frauentag. Wo doch gerade die Wirtschaft in Niedersachsen ihren Unmut über den Reformations-Feiertag kundgetan hat. Ich könnte mir zusätzliche Feiertag gut vorstellen, aber Frauentag? Einerseits so viel Wert legen auf das Gegendere und Gleichstellung, vor allem auf das Gegendere, weil - das kostet ja nix. Und nun ein Frauentag? Dann aber auch ein Männertag. Und ein *-Tag, vielleicht? 

Möge sich der Novembernebel über all das legen.

 

Fr

07

Nov

2025

Alle Tiere sind nicht da

Wir nutzten einen freundlichen Tag und fuhren bei 6 Grad Celsius ins Springer Wisentgehege. Wir fuhren über die Dörfer, durch schöne Baumalleen, alles verfärbte sich gerade. Ich glaube in Rehren war ich noch nie zuvor, obwohl es doch zur Region Hannover gehört ... 

Wisentgehege Springe
ein namensgebendes Wisent aus der Ferne

Der große Parkplatz gegenüber dem Wisentgehege war erst zu 20 Prozent gefüllt, Kinderwagen wurden ausgeladen und Kinder kältesicher verpackt. Wir parkten nah am Eingang und zeigten an der Kasse unsere vorab gekauften Tickets, schließlich hatten wir ursprünglich vorgehabt zum Hubertusfest zu fahren, das dann wegen Sturm ausfiel. 'Ratsch' machte die Dame an der Kasse und warf die durchgerissenen Tickets in ihren Papierkorb. 'Äh' sagte der beste-Ehemann-forever, 'bekommen wir nichts wieder?' Ob wir dächten, damit noch einmal hereinzukommen. Nichts da. Hahaha lachte die Kassendame. Und ich dachte nur, dass jedes Ticket doch einen Abschnitt zum Abreißen hat und ich den Rest wiederbekomme. Zumindest überall sonst. Schon zur Erinnerung ... 

Wisentgehege Springe
Wildpferde - ich machte ein Foto, dann waren sie verschwunden

Wir hielten uns hinter dem Eingang links und gingen am Café vorbei, kehrten erst später dort ein. Auf den Tischen stehen Schilder: "Der Verzehr von mitgebrachten und nicht hier gekauften Getränken und Speisen ist nicht gestattet." Ich habe noch nie gesehen, dass dort alle Tische besetzt waren, sicherlich liegt das an den Preisen und an der Qualität des Heißgetränks für 4,20 Euronen (Cappuccino, kleine Tasse, große gibt es nicht). Und am langen Anstehen. Aber die Pommes sind ganz ordentlich. 

Wisentgehege Springe
Schnappschüsse von den Wildkatzen

Zum Café gehört eine schwarze Katze. Kater und Katze der Wildkatzenfamilie präsentierten sich ein Stück weiter des Wegs den Besuchern. Sie drehten uns meistens den Rücken zu oder schlossen die Augen. Lasst uns bloß in Ruhe, hieß das wohl. Von den Jungtieren des vorletzten Sommers war nichts mehr zu entdecken. 

Wisentgehege Springe
weiße Timberwölfe und Canis lupus lupus hinter beruhigend starken Zäunen

Die Wölfe neben der Bärenanlage schliefen und dösten. Wir ließen die schmuddeligen Wildschweine rechts liegen und gingen zur Köhlerhütte, wollten von dort durch den Wald zum Dam- und Rotwild und den Wisenten. Am Tor waren 'Betreten Verboten' Schilder und Übersichten, wo Besucher überall nicht hindürften. Die Tage zuvor hatte es gestürmt, aber nun war es fast windstill, warum also ... wurde das Abhängen der Schilder vergessen? Wir beschlossen, nicht als Einzige, weiterzugehen und die Schilder zu ignorieren. 

Wisentgehege Springe
unter den hohen Bäumen ein ... Hirsch. Noch stand er da.

Es gab noch viele Schilder: 'Bitte verlassen sie nicht die Wege' zum Beispiel, eines davon im Rücken wurde es von einer Familie tapfer ignoriert und mit Kleinkind ins Unterholz gestapft, weil dort Damwild stand. Um dann empört festzustellen, dass es sich nicht streicheln lassen wollte. Und ging.

Wisentgehege Springe
schräg gegenüber dem Elchgehege liegt der Falkenhof mit diversen Greifvögeln

Der Luchs war nicht da. Wieder einmal. Mir fiel ein, dass ich noch nie den Luchs gesehen habe, immer nur die Schilder am Zaun. Vielleicht gibt es gar keinen und nur ein leeres Gehege und Schilder mit Fotos von irgendeinem? 

Fischotter Nemo war nicht da, die übrigen Otter, die am kleinen Teich zwischen Vielfraß und Vogelvoliere wohnen, waren auch nicht da. Der Vielfraß übrigens auch nicht und die Waschbären auch nicht. Und die Braunbärin war wohl schon im Winterschlaf.

Wisentgehege Springe
Greifvögel im Herbstwald

Die Wisente sahen wir von ferne. Die Elche drehten uns konsequent den Rücken zu. Darum war der Falkenhof wie ein Streicheln der tierliebenden Seele. Gerade war eine Show am Fliegen, wir hatten den Anfang verpasst, aber egal. Es war nett. 

Wisentgehege Springe
so mancher Showteilnehmer genießt für kurze Zeit die Freiheit

Im Nachhinein kam das große Wundern. Wir hatten im Café Wild mit Karte bezahlt und einige Tage später erschien die Abbuchung auf unserem Konto. Absender der Abbuchung und einziehendes Konto waren 'Cafe Wild Wiesengehege Springe'. Wiesengehege? Peinlich.

 

Di

04

Nov

2025

Hermann

Die Zeit läuft - und läuft - und läuft. Dem großen Hype um die Teddybären ist sie nach und nach davon gelaufen. Ich komme mir vor wie ein Relikt aus vergangener Zeit, weil ich sie immer noch liebe und selber nähe. Zu den Hoch-Zeiten der Bärenmania sprossen Ausstellungen und Märkte wie Pilze aus dem Boden, entstanden Sammler-Clubs, hier in Deutschland aber auch im Englischsprachigen. Zeitschriften erschienen, vergingen und fusionierten. Jeder, der einen Faden in eine Nadel einfädeln konnte, nähte Bären und andere Tiere, meistens Bären, Kreativität war nicht erforderlich, es gab genügend Bastelpackungen und Schnitte, die oft ungefragt kopiert wurden. Und Ideen, die von anderen ohne Skrupel übernommen wurden. Die Werbung setzte auf Teddybären, egal bei was, meistens aus Asien importiert. Museen ploppten auf, das Baseler Spielzeugmuseum als ein absolutes Highlight, und viele kleine. Und dann schwand das alles dahin, reduzierte sich, nur das wirklich Gute blieb. 

Hermann Teddy Original Clubbär 2025
das letzte Clubbärchen kommt als Clown

In diesem Herbst hat Hermann-Teddy-Original die letzten Jahres-Clubbären gefertigt und einen davon an mich geschickt. Denn der Sammlerclub ist geschlossen und nun Vergangenheit. Und das ist sehr schade. Im Jahr 2000 begann er. Es gab in jedem Jahr ein Clubbärchen, Clubsekretärin Ida berichtete aus der Firma und von Aktivitäten, Kataloge wurden zugeschickt. Die Firma sagt, die Angestellte, die alles betreute, sei schon lange in Rente und habe noch so nebenher den Club betreut ... und nun sei die Zeit gekommen, es einzustellen. Und es seien in den letzten Jahren auch keine neuen Clubmitglieder dazu gekommen. Nur noch die Relikte Altmitglieder wie ich seien da. 

vor 25 Jahren gab es die erste Bärenpost für Clubmitglieder
vor 25 Jahren gab es die erste Bärenpost für Clubmitglieder

Und ich denke an die Jahre zurück und an die Clubtreffen, die immer so nett und vertraut waren. Und ich bin traurig.

25 Clubbärchen sitzen in meinen Regalen und sind mit mir traurig. Unser Seufzen ist bestimmt bis Hirschaid zu hören.

 

So

02

Nov

2025

Herbstwald

Der Freitags-Feiertag führte bei mir zum Gefühl, es sei schon Sonntag. Ich falle damit aus der Kontinuität meiner Zeit. Ganz ehrlich, irgendwie bin ich das schon seit der Zeitumstellung. auch wenn länger schlafen viel einfacher geht, als früher aufstehen. Allerdings bin ich früher hungrig, bin ich früher müde als die Zeit mir sagt. Eigentlich bin ich nur noch müde. Und jetzt ist tatsächlich schon Sonntag. In echt.

Herbstwald
Sonnenspaziergang

Der Freitag war ausnahmsweise einmal trocken, ohne Regen. Die Nacht war kalt gewesen, die Fenster im ersten Stock innen am Glas nass beschlagen. Aber dann wurde es sonnig und wärmer und wir gingen in den Herbstwald.

Herbstwald

Wie kleidet sich die Natur im Herbst? Entweder Gelb oder Rot. Gelb leuchtet so schön, dazwischen die Koniferen in dunklem Grün. Allerdings fallen die gelben Blätter jetzt mit Macht zu Boden. 

Herbstwald

Der Busch und Baum von Welt allerdings trägt Rot. Mit einem Hauch von Orange, oder von Gelb, oder ins Bläuliche, das aber eher selten. Rot ist IN, in allen Schattierungen. Rot lässt sich auch noch in den Winter mitnehmen. In Form von Beeren, wenn die Blätter schon längst verwelkt sind. Weihnachten rückt immer näher. 

Und dann mussten wir zusehen, dass wir noch im Hellen nach Hause kamen.

Herbstwald

Gegen 17 Uhr wurde es dunkel. Wir hörten das Krachen von Böllern. Einige so laut, dass die Fensterscheiben zitterten. Da verwechseln wohl einige Leute Halloween mit Silvester. Geht gar nicht. Kinder, kostümiert und mit dem Spruch 'Süßes oder Saures', kamen nur wenige, die Mütter mit Abstand hinter ihnen. Die Süßigkeiten in meiner Schale waren danach immer noch zahlreich, die Familienmitglieder freute es. Kurz vom Schlafengehen war die Schale dann fast leer. Das war der Geist des Halloween ... sagten sie.