Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

Meine sehr private Webseite

Bloglovin

Follow on Bloglovin

 

  letztes Update am 24.07.2021

 

das Un-Wort des Tages:

Ostersnacking

so bezeichnet die Firma Lindt ihre neuen, auch runden Ostereier - März 2021

 

Any Questions? Please ask me.

Kontakt

 

No DSGVO, denn:

Die DSGVO "gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird."

 

Mein Blog

Sorry, alles was ich so schreibe ist meine eigene und ganz persönliche Meinung und - ohne Gewähr

Mi

21

Jul

2021

Was machst du da?

Hallo, ich bin Hemmi Hermine Eichhorn. Ich habe einen Garten mit hohen Bäumen und Blumen und Haselnussbüschen und zwei Menschen, die ihn für mich in Ordnung halten, immer die Wasserstellen auffüllen und für mich Frühstück machen. Ja, das ist schon ganz schön, nur meistens zu spät am Morgen: etwas Haselnüsse, etwas Walnüsse und Sonnenblumenkerne, Apfelstücke und Weintrauben. Ich habe von ihnen einen eigenen Trinkbecher mit klarem Wasser bekommen. Wenn es in meinen Kobel hineingeregnet hat, hole ich mir bei meinen Menschen in ihrem Kobel neue weiche Innenausstattung. Manchmal kapieren sie nicht gleich, was ich möchte, dann beiße ich einfach in dieses flauschige Ding auf ihrem Kobelboden. Dann klappt das.

Eichhörnchen

Zwischendurch mache ich Pause von meinen beiden Kindern und chille im großen Baum, da wo meine Menschen immer sitzen und essen, aber das sind Sachen, die riechen komisch. Würde ich nie ... Aber zugucken, was sie da machen, das ist interessant. Menschen machen seltsame Dinge.

 

Sa

17

Jul

2021

Und das im Juli

Wir sind fassungslos. Wir schauen in die Medien und wissen nicht, was wir denken, sagen, fühlen sollen.

Es verdrängt alles andere: die Pandemie und die wieder steigenden Zahlen, das Hickehacke um unseren Oberbürgermeister wegen gesperrter Straßen und seine verunglückte Dezernentinnenwahl.

Kugellauch und Euphorbien
sommerliches Allium

Wir schauen in den eigenen Garten und die Sonne scheint. Für die letzten Tage war uns immer wieder Dauerregen höchster Intensität prognostiziert worden und dann fiel nicht ein Tropfen und die Sonne kam heraus. Das Haus steht sicher und trocken und im Garten blühen die Sommerblumen. Im Fernsehen laufen die Bilder von zerstörten Häusern und braunen Wassermassen und die Zahl der Toten steigt und steigt ... Surreal.

Kugellauch und Euphorbien

Im Sommer 2017 haben wir auch hier Starkregen erlebt. Die Wucht des Wassers drückte beim Nachbarn das Fallrohr der Regenrinne auseinander und unser Garten stand zu zwei Dritteln unter Wasser. Die Küchenterrasse lief voll, wir legten Sperren um den Schacht des Kellerfensters. In der Innenstadt liefen die Keller voll mit Regenwasser.

Aber so etwas wie jetzt im Westen unseres Landes, so etwas haben wir noch nicht erlebt. Und möchten es nicht erleben.

 

Do

15

Jul

2021

Schwüle

Wenn das Wetter so ist wie es ist ... Wir haben das Gefühl alles setze Moos an und schimmele so vor sich hin. Die Luftfeuchtigkeit ist enorm, wenn zwischen dem Regen die Sonne herauskommt steigt sie noch enormer.

Allium
der Kugellauch mag die Feuchtigkeit gar nicht gerne

Durchatmen fällt schwer und bei jeder Bewegung fließt der Schweiß. Was hilft ist ein kleiner Pool, ein Planschbecken, kaltes Wasser zum Beine hineinhängen.

Hauptsache nicht so ein Hochwasser wie grade im Westen.

 

Mo

12

Jul

2021

Eichhörnchen ade

Die Eichhörnchen-Connection des Herrenhäuser Berggartens leidet. Denn die Führung der Herrenhäuser Gärten hat sich auf die Gartenordnung besonnen, wohl bei der Neukonzeption der Städtischen Webseiten, da hat bestimmt irgendjemand darauf hingewiesen, dass alle Herrenhäuser Gärten einer Ordnung bedürfen und nicht nur der Große Garten. Eigentlich haben sie nur die Gartenordnung des Großen Gartens auf den Berggarten ausgeweitet, ach egal.

Eichhörnchen im Berggarten
Anfang des Jahres im Berggarten. Die Rundbank an der großen Eiche steht unter ständiger Eichhörnchen-Beobachtung, sobald der Mensch sich setzt: 'Hast du mir was mitgebracht?'

Auch der Georgengarten, noch ein Teil des Gartenensembles, hat eine ganz eigene Ordnung bekommen, sechssprachig sogar, aber was für Sprachen sind das und nach welchen Kriterien wurde ausgewählt ...

Deutsch ist dabei und Englisch und Türkisch (wegen unseres Oberbürgermeisters?) und Polnisch, zumindest habe ich einzelne Worte erkannt, und der Rest sieht aus wie die Schrift auf dem Goldenen Brief.

Was denn, kein Französisch-Spanisch-Italienisch-Russisch? Wo ist die Zeit der DeutscheBahn-Schrifttafeln meiner Schulzeit geblieben, die sich unauslöschlich eingeprägt haben: 'Nicht Hinauslehnen - Do not lean out - Ne pas se pencher au dehors - E pericoloso sporgersi'. So ändert sich die Welt.

Eichhörnchen im Berggarten
'Was hast du denn in deiner Tasche?' Berggarten-Eichhörnchen haben die Menschen im Griff

Aber wir waren ja beim Berggarten. Eigentlich erschließt sich die Gartenordnung jedem mit vernünftigem Denken und Rücksichtnahme ausgestatten Besucher als Selbstverständlichkeit des Verhaltens, aber es gibt ja auch die Anderen. Die - Naja - Jeder fordert für sich Rücksichtnahme ein, aber selbst auf andere Rücksicht zu nehmen, ist dann etwas ganz anderes. Also her mit den Regeln: keine Picknickdecke auf den Rasen legen und sonnen, nicht grillen, nichts abpflücken oder gar ausgraben, nicht in die Wasserflächen hüpfen, nicht auf Kunstwerke, Bauten usw. steigen und nicht in die Bäume klettern. Und keine Tiere füttern. Keine Tauben, keine Vögel, keine Fische - UND KEINE EICHHÖRNCHEN. An der Eichhörnchen-Connection-Bank steht ein entsprechendes Schild, das um Verständnis bittet und das Verbot konkret mit Rattenbefall begründet.

Eichhörnchen im Berggarten
Wir hatten eine Walnuss mitgebracht, Eichhörnchen-Suchtmittel und das Beste überhaupt

Das erklärte uns einiges, denn seit langer, langer Zeit konnten wir das erste Mal auf dieser Bank sitzen und uns ausruhen. Und es waren keine Eichhörnchen-Fotografen weit und breit. Allerdings auch keine Eichhörnchen. Die Tiere sind ja nicht doof und kommen nicht für nix. Wo kein Futter, da kein Hörnchen.

Eichhörnchen im Berggarten
Zur Not geht auch eine Haselnuss. Der Gesichtsausdruck zeigt es: Eichhörnchen war sehr zufrieden mit seinen Erziehungserfolgen bei den Menschen.

Uns war es recht. Uns war es in den letzten Jahren, vor allem im letzten, zuviel an aggressiver Hörnchenbelagerung geworden - von menschlicher und tierischer Seite. Wir kommen wegen der Flora, nicht wegen der Eichhörnchen in den Berggarten. Denn - Familie Hemmi wohnt bei uns im Garten.

 

Fr

09

Jul

2021

Blühen oder nicht

Wenn der Regen denn mal aufhören würde ...

Lavendelblüte

... könnte der Lavendel so schön blühen.

 

Mi

07

Jul

2021

Auf Tour

Bei einem Blick ins Fernsehprogramm wurde es mir bewusst: Es ist ja Tour de France, ach du meine Güte. Fast wäre es mir durchgegangen. Früher, also richtig früher, bevor wir Kinder hatten, da haben wir die Tour verfolgt. so wie wir Wimbledon verfolgt haben. Aber dann kamen die Doping-Dinge und all das und dann hatten wir keine Lust mehr auf den Radsport.

Aber manchmal, wenn die Tour durch die Provence führt, gucke ich doch. Nicht wegen der Radfahrer. Wegen der Landschaft. Wegen der Erinnerungen. Und der Sehnsucht.

Mont Ventoux Vaucluse
Mont Ventoux - Man sieht ihn von überall. Von Bédoin aus geht es durch Wald, je höher desto weniger. Früher waren die Hänge kahl und der Berg komplett 'nackt', abgeholzt seit Zeiten der Römer, seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird wieder aufgeforstet

Heute fuhr die Tour durch die Region Vaucluse, Herzöffner. Im Vaucluse liegen Avignon, Apt und Carpentras. Und Gordes. Und Roussillon. Und der Mont Ventoux. Irgendwo zwischen 1909 und 1912 Metern hoch, da widersprechen sich Angaben und Schilder, aber das ist bei der Höhe ja auch wurscht.

Auf dem Mont Ventoux war die Tour schon oft und viele ambitionierte Franzosen üben dort mit ihren Rennrädern. Heuer mussten die Tourradler gleich zweimal auf den Berg und dabei Aussicht genießen ging überhaupt nicht.

Mont Ventoux Vaucluse
der Gipfel ist kahl, hier gibt es Flechten, Moose, geduckte Büsche - und Meteorologen und etwas Militär und im Sommer viele Touristen und Radfahrer. Im Herbst ist es leer.

Ich zeige Euch meine Fotos vom Berg, umständehalber schon etwas älter, aber 'tant pis', es werden nicht die letzten bleiben. Wir waren mehr als einmal mit dem Auto auf dem Gipfel, das geht nämlich auch, problemlos. Und im Herbst. Da ist es kühler, die Sicht ist besser und der Gipfel wird nicht von fliegenden Händlern verschandelt.

Mont Ventoux Vaucluse
ein heiliger Berg für Druiden, die Kapelle kam im 15. Jahrhundert auf den Berg - die Sicht nach Süden ist meistens wegen der Feuchtigkeit des Mittelmeeres nicht klar

Die Tour startete in Bédarrides, ein kleines Örtchen mit etwa 5000 Einwohnern, nördlich von Sorgues. In Sorgues fließt das Flüsschen Sorgue in einen anderen Fluss, die Ouvèze, und verliert so seinen Namen, vielleicht deshalb ist das Städtchen nach ihr benannt.

Dann ging es südöstlich nach Pernes-les-Fontaines, hübsch und malerisch mit unzähligen Brunnen. Und Isle-sur-la-Sorgue, der Ort der Antikhändler und -märkte, der vielen kleinen Wasserkanäle und großer Wasserräder. Dann kam das Dörflein Fontaine-de-Vaucluse, der Ort wo die stärkste Quelle Frankreichs entspringt, die Quelle, die die Sorgue werden lässt. Eine Diva, die im Hochsommer auch mal nur tröpfelt und dann steht man da und schaut in ein schwarzes Loch... Sie treibt das große Mühlenrad der Papiermühle an (das Angebot ist nicht billig, aber 'très chic') und den Touristenstrom.

Mont Ventoux Vaucluse
Bis weit ins Frühjahr liegt hier Schnee, dann muss der Blick Richtung Osten wunderbar sein

Danach auf nach Gordes, das Dorf mit der atemberaubenden Aussicht vom Felsen, auf dem es gebaut wurde, hinunter über die Ebene. Und vom Felsen gegenüber auf das Dorf. Am höchsten Punkt steht das Schloss, bis Mitte der 1990er Jahre das Vasarély-Museum. Aber als ich es später meinen Kindern zeigen wollte, war da unerwartet NullKommaGarNichtsMehr von Vasarély. Nur Steinwände. Traurig war das. Dann Roussillon in den Farben des Ockers, Gargas zwischen Weinbergen und gleich daneben die Stadt Apt mit einem prima Wochenmarkt und vielen kandierten Früchten. Alles wunderbar. Aber beim Tourfernsehen sieht man fast nur Straßen und Räder und nur wenig von den Orten, vom Hubschrauber aus aufgenommene Draufsichten.

Mont Ventoux Vaucluse
Metalltafeln helfen dem Touristen bei der Orientierung, wenn der Gipfel in Wolken ist ahnt man wenigsten wo die Alpen und wo Avignon sein könnten

Über Saint-Saturnin-lès-Apt ging es nördlich weiter nach Sault, Hochgelegen. In die Lavendelfelder. Nirgendwo ist der Lavendel lavendeliger. Und von dort von Osten kommend auf den Berg Mont Ventoux, dieser Weg zum Gipfel ist nicht ganz so steil wie der von Bédoin aus, an der Waldgrenze vorbei am Chalet Reynard. Ein guter Platz für einen Café und eine Orangina, nochmal aufs Klo, im Sommer kann man auf der Terrasse sitzen und den Radfahrern im Tour-Training zuschauen wie sie vorbeikeuchen. Bis zum Gipfel. Gute 1900 Meter hoch. Die Rundumsicht ist atemberaubend.

Mont Ventoux Vaucluse
das sind ganz eindeutig Alpengipfel

Über die Nordseite die Serpentinenstraße bergab hinunter und westlich ging es nach Malaucène, ein typisches provenzalisches Städtchen, und Le Barroux, ein Dorf mit einem Schloss am höchsten Punkt, auch seehr provenzalisch, aber nicht so hübsch wie Gordes. Und von dort nach Bédoin am Südhang des Mont Ventoux. Von Bédoin führen 22 Kilometer Straße durch Weinberge und Wald und Nationalpark, landschaftlich wunderschön, aber steil mit einem Höhenunterschied von 1600 Metern, wieder auf den Gipfel. Da haben sie ganz schön gepustet und der ein oder andere konnte nicht mehr. Zum zweiten Mal Gipfel, nur um dann über die Nordseite des Berges wieder hinunterzurauschen, wieder nach Malaucène, aber dieses Mal, nach fünfeinhalb Stunden Radfahren, Etappenziel.

Mont Ventoux Vaucluse
und hier der Blick nach Osten, rechts die Hochebene von Sault, das ist da wo der Lavendel ...

Ob die Tourfahrer von der Schönheit des Vaucluse auch nur einen Hauch gesehen haben?

 

Gewonnen hat die Etappe übrigens ein Belgier, einsam vorneweg.

Sa

03

Jul

2021

Juli

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei, an uns vorbei geflogen, gerannt, gestürmt, auf leisen Sohlen unbemerkt geschlichen. Wie schnell das wieder gegangen ist, oder empfinde nur ich das so?

Graswiese

Nun ist schon Juli, der Sommermonat, der Monat langer warmer Abende mit kaltem Rosé, mit Tagen voll flirrender Sonne und heißen Sandböden. Die Fußball-EM läuft noch einige Tage - ohne Deutschland. Tennis in Wimbledon läuft noch einige Tage - mit Erdbeeren. Der Regen hat aufgehört. Wir liegen im hohen Gras und schauen den Schmetterlingen hinterher. Nicht an den Job denken, nicht an das Sch...virus, nicht an Hannovers Oberbürgermeister, den Klimawandel und die Idioten der Welt, nicht an die ToDo-Liste am Küchenschrank. Juli.