Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 17.10.2017

 

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Sorry, alles was ich so schreibe ist meine eigene und ganz persönliche Meinung und - ohne Gewähr

Mo

16

Okt

2017

Anti-Depressions-Wetter

Endlich. Endlich Sonne. Endlich goldener Herbst. Endlich warm genug fürs Frühstück auf der Südterrasse. Gleich hebt sich die Stimmung, bekommen wir Lust etwas zu unternehmen - und wenn es nur das Rasenmähen ist. Oder das Laubharken. 

Die hannoverschen Straßenbäume färben ihr Laub. Wir sind am Samstag durch eine goldgelbe Allee Richtung Messegelände gefahren und es war Balsam für die Augen nach all dem Grau-Grau.

 

Am Sonntag ging es durch buntes, raschelndes Laub zur Grundschule, in die unsere Kinder gegangen sind. Die Sonne schien, die Farben leuchteten und vertrieben das Braun in kleine Eckchen. Und wir Niedersachsen wählten einen neuen Landtag. (Die Schule ist unser Wahllokal.)

Hat eigentlich schon mal jemand untersucht, inwieweit sich Wetter und Sonnenschein auf das Wahlverhalten auswirken? Denn wenn ich da an die Bundestagswahl denke...

Vom Wählen abgesehen mussten wir uns gestern auf den Gartenliegen vom Infa-Besuch am Samstag erholen. Infa, die jährliche "Hausfrauen"-Messe. Wieder einmal beschränkten sich das Kreative, die Dawanda-Leute und die Kuchenwelt auf die ersten drei Tage.

auf dem Messegelände Hannover
auf dem Messegelände Hannover

Irgendwie war es wie immer - irgendwie war es enttäuschend.

Weil es fast kein Halloween gab, und ich bin doch grad im Halloweenmodus, sondern Christmas-Christmas-Christmas.

gaanz viel Weihnachten in der Weihnachtshalle
gaanz viel Weihnachten in der Weihnachtshalle

Weil die Cakeworld mit nur einem Teil der letztjährigen Aussteller da war und deshalb langweilig. Bis auf den Stand des hamburgischen Chocoversums der Firma Hachez mit einem wunderbaren Schokobrunnen und superfreundlichen Leuten und leckerer Schokolade zum Probieren.

Weil sich das Messepersonal, also einige ältere weibliche Exemplare davon, von der Chocoversum-Freundlichkeit ruhig etwas hätten holen können, ein wenig vom "Bitte" und "Danke" und auf eine Frage auch eine Auskunft zu geben und sich nicht nur "wichtig" zu fühlen, weil man eine Messeuniform trägt... 

Weil es so viele Schilder gab, dass Fotografieren nicht erwünscht sei, was sowieso schwierig war ...

Weil es schon nach 15 Minuten pickepacke voll war. Auf den Hauptwegen der Hallen war's wie auf einer vollen Autobahn, Einer hinter dem Anderen und bloß nicht versuchen, in Gegenrichtung zu laufen. Und überall Hinterherziehtaschen auf Rollen (hannöversch: Hackenporsche), Rollkoffer und sogar Bollerwagen in Seniorenversion aus Alu, ein dreisitziger Van für Taschen, Tüten, Jacken und zur Not auch den Partner.

Und weil es in den Hallen immer wärmer und stickiger wurde, ganz besonders schlimm in der Weihnachtshalle, wo auch die Aussteller den Schweiß wischten. Kühl war es in der Lebensarthalle, denn da war es abgedunkelt und teuer und kaum jemand da. Das war eine Erholung. Und da gab es sogar einen alten Teddybären. Mit dem Blick...

Teddys gab es wie im letzten Jahr auch in der Kreativhalle und ganz abseits in der hintersten Ecke Stoffpuppen von Valentina Etnaer. Witzig und zum Schmunzeln.

meine Halloween-Ausbeute: klappt die Karte auf, entfaltet sich die Spinne. Nichts für schwache Nerven!
meine Halloween-Ausbeute: klappt die Karte auf, entfaltet sich die Spinne. Nichts für schwache Nerven!

Und es gab beim Reingehen Taschenkontrollen. Frage an meinen Mann, der eine kleine Plastiktüte trug: "Was haben Sie in der Tasche?." Wir haben uns bemüht, keinen Spruch zu machen, deshalb: "Wasser." "OK." Dann war ich dran: "Eine kleine Flasche Wasser. Ein trockenes Brötchen - einmal abgebissen. Eine Packung Kekse, fünf Bonbons, Fotos von den Tulpenblüten aus den Tulpenzwiebeln vom letzten Jahr um zu reklamieren, weil sie nicht so geblüht haben wie auf dem Packungsbild. Eine überflüssige Strickjacke, Ausweis, Geld, Schlüssel, Sonnenbrille, Lippenstift, Haarbürste, Puderdose, ein Haargummi, Pfefferminz, Taschentücher. Smartphone, ein Notizblock mit Bleistift, oh - und meine Einkaufsliste von gestern." Ich fand, das sei wenig. Das Nötigste. Kein Regenschirm. Der Infa-Wächter verdrehte die Augen. Ein kurzer Blick von oben in die Tasche. Wir kamen hinein.

Was wohl die übrigen BesucherInnen (Alterschnitt geschätzt mindestens 60) alles so mit hatten?

 

Fr

13

Okt

2017

es fällt

Ahornblatt

Mi

11

Okt

2017

Gefällt

Die Xavier-Spuren im Garten sind noch immer nicht beseitigt, denn es regnet. Wieder und wieder.

Fliegenpilz

Die Böden sind schwer und matschig geworden und das, obwohl wir auf einer endeiszeitlichen Sandmuräne wohnen und eigentlich Feuchtigkeit schnell versickert. Das Moos breitet sich immer weiter aus, selbst ins immer sonnige Rosenbeet. Und Pilze. Überall Pilze. Weiße und Braune und Rote.

Bei der Gartenarbeit habe ich ihn entdeckt, neben unserer großen Tanne. Einen kleinen Fliegenpilz, vorsichtig lugte er aus dem Moos-Gras-Gemisch, das wir Rasen nennen, heraus. Ich war hin und weg: so ein schönes klares leuchtendes Rot. Morgens habe ich nachgesehen, wie weit er gewachsen war und Pläne gemacht. Wenn er denn groß genug sein würde, wäre er perfekt für den Halloween-Hexenkessel.

Fliegenpilz

Aber in der letzten Nacht wurde er gefällt. Von einem gierigen, schleimigen, ekligen Monster. Als ich morgens hinauskam saß die Nacktschnecke auf dem umgestürzten Hut und mampfte die weißen Lamellen. Wieso vertragen diese mistigen kleinen Viecher eigentlich Fliegenpilz? Und wieso schafft es unser Igel nicht, die Schnecken zu fressen?

Da habe ich Rache genommen, nimm das, für alle meine abgefressenen Pflanzen, für den Fliegenpilz, für die Sonnenblumenkeimlinge, für die Dahlien ... aber ich sage nicht, wie.

 

Vielleicht wächst ja noch ein Fliegenpilz.

Das Monster auf dem Foto ist eine Tigerschnecke. Angeblich frißt sie nur Pilze und abgestorbene Pflanzenteile und angeblich nur ganz, ganz selten junge Pflanzen. Und angeblich nur, wenn sie kurz vorm Verhungern ist. Ha Ha. Und angeblich frißt sie ihre Artgenossen bei lebendigem Leib. Eine Kannibalenschnecke.

 

Mo

09

Okt

2017

Aufräumen

Herbstsonne und mal kein Regen. Hinaus und frische - aber kühle - Luft atmen.

abgerissene Zieräpfelzweige
abgerissene Zieräpfelzweige

Unsere Sturm-Aufräumarbeiten schreiten voran. Mal sehen, wer schneller ist: die Deutsche Bahn oder wir. Auch wenn bei uns noch alles steht und die Dachziegel auf dem Dach sind - alles, was schon trocken und gelb war, ist aus den Bäumen geweht worden und überall liegen abgerissene grüne Blätter und Zweige. Ja, der Wind hatte viel Kraft.

Ein uns entfernt bekannter Baum, also ein Baum aus dem Garten der Eltern eines Freundes unseres Sohnes, hat es dabei zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht, denn er ist um- und auf einen Linienbus gefallen und kam so mit Foto in die Zeitung.

 

Do

05

Okt

2017

Sturm

Der Herbststurm braust durch Wald und Feld,

die Blätter fallen wieder

und von dem dunklen Himmelszelt

seh'n schwarz die Wolken nieder.

 

Ludwig Uhland (1787 - 1863)

Sturm kommt aus Westen und rauscht über Hannover. Wolkenberge treiben im Eiltempo über den Himmel. Wind brummt in den Ohren und kündigt grollend die Orkanböen an. Die Rolläden klappern vor den Fenstern, Bäume und Büsche biegen sich und Tannennadeln schneien auf den Boden.

Ärmel hoch und Garten aufräumen
Ärmel hoch und Garten aufräumen

Dann ist die wilde Jagd vorüber. Gleich sind die Vögel wieder da, um sich ein Körnchen zu holen - als sei nichts gewesen. Aber in und um Hannover liegen wieder einmal entwurzelte Bäume. Die Bahnen fahren nicht. Unser Birnbaum hat starke Schlagseite bekommen und droht vornüber zu kippen, wir konnten ihn gerade noch rechtzeitig mit Seilen an der Hauswand sichern. Puh. Und überall heruntergeschlagene Äste, Eibenbeeren, Blätter.

Viel Arbeit für kleine Gärtner.

 

Mi

04

Okt

2017

Zwerge im Garten

Zwerge kennen sich mit Pilzen aus. Darum schnell in einer Regenpause hinaus und mal schauen was im Garten so wächst.

Denn die Rosebudfamilie hat Zuwachs bekommen. Kurtie, der Kersazwerg, ist aus der Bärenhöhle aus- und den Marienburger Weg eingezogen und scheint sich ganz wohlzufühlen. Zimt, mein schon etwas betagter Rosebudbär (ja, er heißt wirklich so, weil das Fell so schön zimtfarben ist) und Dwiffie, die Zwergendame aus der Torffamilie, erklären ihm die bei uns heimischen Sorten: "das ist ein Holzpilz - und das ein Rotfußröhrling - das ein Fliegenpilz - und das ein..."

 

So

01

Okt

2017

Der Erste .. Oktobersonntag

Hannoveraner feiern am ersten Sonntag im Oktober Erntedankfest. Petrus weiß das. Petrus hat uns nach einer Woche voll Regen (ja, selbst in der letzten Nacht hat es durchgeregnet) und Herbstnebel (der Morgennebel hat doch glatt unseren Telemax-Fernsehturm verschluckt und das zu dessen 25igsten Geburtstag) und frischen (= kalten) Nachttemperaturen Sonne und blauen Himmel geschickt. Wir können im Garten sitzen und unseren Kaffee und Kuchen genießen. Ich würde die Sonne gerne festhalten - wenn das nur ginge. Morgen soll es schon wieder Grau und Nass werden.

Ich bin sehr dankbar, dass unsere Landwirtschaft genügend Getreide - für Müsli und Pfannkuchen und Nudeln und Brot und Kuchen - und Gemüse und Früchte - für die Zwetschgen auf dem Kuchen - ernten konnte. Meine persönliche Ausbeute war ... mau.

 

Den Tomaten fehlte für Aroma die Sonne, den Kräutern war es zu feucht, den Erdbeeren auch, Kirschen und Birnen hatten wir nur in homöopathischen Dosen, allerdings rote Johannisbeeren satt. Die Apfelbäume hingen voll, dann kam der Regen und mit seiner Feuchte die Pilzkrankheiten. Wir konnten zusehen, wie von einem Tag zum anderen so ein schöner Apfel in eine braune matschige Kugel mutierte und haben deshalb sehr frühzeitig eigentlich zu kleine Früchte gepflückt. Der Rest - ach, vergessen wir es lieber.

Pilze
eine kleine Auswahl aus dem Garten

Richtig gut gewachsen sind die Pilze. Ich würde mich nur nie trauen einen davon zu essen, auch wenn unser Heizungsdoktor jedesmal entzückt von "Schätzen in unserem Garten" spricht. Er muss jetzt bald kommen zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung des Kessels, ich bin gespannt, was er sagt, angesichts unserer Pilzkolonien.

Pilze Schnecke
wer findet die Fliege?

Ach ja, den Schnecken geht es ausgezeichnet. Die feiern ihr eigenes Erntedankfest.