Sorry, alles was ich so schreibe ist meine eigene und ganz persönliche Meinung und - ohne Gewähr
Do
04
Jun
2026
Es wurde Ende Mai noch einmal so richtig warm, erst auf 29 Grad, dann auf 28 Grad Celsius, dazwischen eine 8 Grad Nacht. Jetzt mit dem Juni haben wir durchgehend über 20 Grad warme Tage, aber die Nächte kühlen nicht mehr so hinunter. Dafür gibt es Regen, zwischendurch richtig viel Regen.
Der Juni ist der Rosenmonat und sie sind pünktlich wie selten. Und blühen. Den Regen mögen sie so gar nicht. Die Blütenblätter liegen abgeschlagen auf dem Boden. Das geht dem letzten weißen Flieder und der Deutzie auch so, sogar die Alliumkugeln haben gelitten. Aber besonders die schönen Rosen.
Und ganz besonders meine alten gefüllten Sorten. Sie saugen sich voll und hängen schlapp an den Stengeln. (Ja, ich schreibe das immer noch mit e.)
Ach, wie schade.
So
31
Mai
2026
Schon wieder ein Monat vorbei. Ganz schnell mal wieder. Ich komme schon durcheinander, was war wann, wann war nochmal Pfingsten? Ach, letztes Wochenende? Irgendwie ist mir noch gar nicht nach Juni.
Schnell noch den letzten Maitag genießen. Die Eichhörnchen kommen zum Frühstück, sie müssen einen Wachstumsschub haben, soviel wie sie abschleppen. Wir füllen die Nuss-Schale auf und wieder auf und wieder auf und dann liegen die Hörnchen auf den Ästen in der Sonne: Puh, war das anstrengend. Müde.
Mi
27
Mai
2026
Im Garten ist bei uns jetzt ordentlich etwas los. Es ist lauter geworden. Und unruhiger. Und wir haben die Menge an Sonnenblumenkernen, die wir in die Futterschalen füllen, erhöht.
Denn die Vogelfamilien haben Nachwuchs: Familie Blaumeise, Familie Kohlmeise, Familie Rotkehlchen, Familie Amsel und sogar die Türkentauben.
Es wird gesammelt und gefüttert. Das ist das Wichtigste bei kleinen Vögelchen, die so zart, so klein aus den Eiern geschlüpft sind. Ordentlich reinstopfen. Alles, was geht. Und ab und zu mal baden, unser Schalenbrunnen ist die beste Babybadewanne überhaupt. Wir finden das schön, außer ...
Nun haben auch die Elstern Nachwuchs. Drei Jungvögel, sie sind wie kleine Menschenbabys, wenn die vor Hunger schreien - nicht zu überhören. Mama Elster hat sie in Nachbars Zeder geparkt, schon morgens um FÜNF! Es ist erstaunlich, wieviel Krach diese Elstern machen. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Morgens um FÜNF.
So
24
Mai
2026
Pünktlich zum Pfingst-Wochenende ist es Sommer geworden, soviel Sommer, dass mein Kreislauf verrückt spielt.
Um uns herum ist jede Menge los. Pferderennen auf der Bult, Bierfest an der Marktkirche, Gartenremmidemmi im Herrenhäuser Georgengarten. Wir haben beschlossen, es ganz ruhig zu lassen und einfach in den Garten zu gehen.
Wobei - einfach - ist nicht so einfach, wenn es die Gärtnerin von allen Ecken aus anschaut und sagt 'Mach!' Also Beete aufräumen, Blumen pflanzen, Gewächshaus ausräumen ... die Liste ist lang. Wir haben ja sonst nichts vor.
So
17
Mai
2026
Ganz leise schreitet der Mai voran, die sonnigen Tage waren bisher in der Minderzahl. Wir haben das Gefühl, dass uns die Zeit zerrinnt. Denn es gibt ja so vieles, was jetzt gerade passiert.
Eins davon ist Fußball. Bayern hat gestern die Meisterschale bekommen, Hannover heute die Aufstiegschancen mit einem Unentschieden vergeigt und so werden Paderborn und Wolfsburg um die erste Liga spielen. Die Zeitung hatte schon Überlegungen angestellt, wie positiv sich die erste Liga auf die Stadt auswirken würde - ja so ist das, wenn die Erwartungen zu hoch sind.
Übrigens die Zeitung, die seit dem Tag vor Himmelfahrt erst vormittags gegen 10 Uhr, gegen 11 Uhr im Briefkasten landet. Die ich reklamiere, jeden Tag wieder, mich mit KI-Mira auseinandersetze bis ich sauer werde, bis ich endlich einen Menschen am Telefon habe, der mir erzählt wie sehr er/sie das bedauert und mir die Ausgabe gutschreibt. Vielleicht klappt es am Montag ja wieder, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Das ist wie beim Eurovision Song Contest, dem zweiten was ... siehe oben. Ich habe es durchgezogen, habe zwei Halbfinale gesehen und das Finale. Bis Tiefnachts um fast 2 Uhr. Frau Schöneberger im Anschluss nicht mehr, aus Gründen. Im nächsten Jahr werde ich das Ding aufnehmen und nur anschauen, wenn alles besser wird, ok, vielleicht mal reinschauern aus Neugier, aber nicht drei Abende dahinschenken für NICHTS. Zu viele kostbare Lebenszeit, je älter ich werde desto kostbarer.
Alle hatten Hoffnung in Sarah Engels gesetzt, was hat sie doch schon so alles gewonnen. Und dann - Drittletzter Platz für Deutschland, Punkte nur von 4 Ländern, von den 'Expertenjurys', von den anrufenden Zuschauern keine, was bedeutet, dass nicht in einem einzigen Land Frau Engels unter die ersten Zehn gekommen ist.
Gut, der Titel war ... gestrig, schon mal dagewesen, Ruslana ließ grüßen ... irgendwie diesmal auch nicht gut gesungen, das hätte outstanding sein müssen für eine Eule ... äh Punkte. Nur Radio-kompatibel sein reicht nicht, um abzusahnen. Und der SWR hat es nicht einen Deut besser gemacht als der NDR.
Letzter wurde England, das sich dieses Mal auch sprachlich an Deutschland orientierte. England war allerdings lustig und bunt, quietschgrüne Computerbildschirme und ein rosa Overall des Sängers. 'Eins, Zwei, Drei' hieß der Song, aber es blieb bei einem Punkt. England hat mein vollstes Mitgefühl, Zwölf Punkte sind auch nicht viel mehr. Griechenland war auch lustig, aber mit besserem Text, landete auf Platz 10. Und wo gibt es diese Stiefel und die Mütze zu kaufen? Zypern mit den Strandpartytauglichen 5 jungen Frauen kam auf Platz 19. Wieso fällt mir das gerade jetzt ein ...
Was gab es sonst? Das meiste an Darbietung war dunkel, die Farben Schwarz, Rot, Weiß dominierten. Stargate, -trek, -wars und HerrderRinge-Sauron wurden bemüht. Die Klamotten waren ganz viel Leder oder minimalistisch, der Überraschungsrock des Abends zeigte die italienischen Farben, überhaupt zogen viele einen Teil der Kleidung aus oder trugen transparent, vorgauckelnd sie seien nackt. Wie im letzten Jahr. Es gab Sonnenbrillen auf der Bühne und Masken, und einen 'Tin-Man' wie beim Zauberer von OZ, der in einem großen Mantel steckte, was wieder an 'Asterix als Legionär' erinnerte/von da geklaut war. Ihr wisst schon, der Gote als zu dünner Legionär.
Der Gegenentwurf waren Fransenkleider, Bikinis und die Farbe 'Nude'. Auch die Hexen waren wieder da, aus Kroatien, mit Zauberstab und Tattoo und all dem Nebel aus Avalon. Die Hexen aus Montenegro blieben im Halbfinate hängen. Schlecht gehext.
Dazu gab es viele Fontänen, aus Rauch, aus Feuer, mal Weiß, mal Golden, mal Rot. Wenn schon mal installiert, dann wollten sie auch benutzt werden. Und es gab Tänzer, viele Tänzer, die besten hatte Italien, mit Abstand, da mussten wir den Sänger nicht weiter beachten. Sie wurden Fünfter.
Irgendwie sah alles austauschbar aus, vom letzten Jahr abgekupfert, die Bühnengestaltung, die Kommentare, die Länderbeiträge, die Moderatoren ... offenbar mit strikt vorgegebenem Text, tapfer auswendig aufgesagt. Mögen sich die Beiden nicht? Passend wurde Österreichs Beitrag Vorletzter.
Ach, wer gewonnen hat? Ist doch egal, der Weg ist das Ziel, oder?
Do
14
Mai
2026
Die Blütenköpfe meiner Tulpen hängen vollgesogen hinunter und dann, knacks ist einfach der Stengel durch, schade ist das. (Ja, ich schreibe das mit e.) In Herrenhausen werden die Tulpen bereits aus den Beeten genommen und die Sommerbepflanzung zieht ein. Mir geht das alles zu schnell. Aber mich fragt ja keiner.
Uns ist der Regen momentan egal, wir pendeln zwischen Haus und Familie, zwischen Schnecken- und Buchsbaumzünsler-Vernichtungsaktionen (schnell, schnell, ehe nichts mehr übrig ist) und Besuchen im Krankenhaus. Und über all dem hätte ich doch fast die Fotos aus den Herrenhäuser Gärten vergessen.
Natürlich waren wir dort und haben angeschaut, was aus den vielen im Herbst gesetzten Zwiebeln geworden ist. Tulpen überall. Vor dem Bibliotheksgebäude in allen rot-rosa-weiß-Tönen - ganz nach dem Motto: Nicht kleckern sondern klotzen.
Tulpen standen auch im Berggarten-Schmuckhof und zwischendurch in den Beeten. Im Schmuckhof blühten viele gefüllte Tulpen, die hatten Wind und Regen schon zum Teil abgebrochen, wie bei mir zu Hause.
Im Großen Garten sind Tulpen natürlich Pflicht. Das große Parterre gab sich in Gelb. Den Schlosshof konnten wir leider nicht sehen, der war abgesperrt. Am schönsten aber war der Fürstliche Blumengarten, in diesem Jahr waren es rosa-lila Töne mit viel Gelb und Weiß.
Di
12
Mai
2026
Die Wetterschalttafel scheint einen Defekt zu haben. Am Wochenende noch Sonnensommerwetter und ein warmer Muttertag, so richtig schön sonnig ... und dann Kälte und ein Regen, der so gar nicht aufhören will. Und Wind.
Oder hat Petrus sich im Monat geirrt? Aber es sind nur die Eisheiligen, die sich jetzt breitmachen: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie. Gottlob ohne Bodenfrost hier bei uns. Am nächsten Wochenende sollte es wärmer werden. Hoffen wir.
So
10
Mai
2026
Der Mai zeigt sich anstrengend. Das liegt an den hinein gestreuten Feiertagen, damit fing er ja gleich an. Und dann nun Muttertag, verbunden mit den Pflanzentagen. Zu denen wir nicht gehen, weil mein Blumengeld bereits beim Gärtner meines Vertrauens ausgegeben ist. Und ich mir fest vorgenommen habe, den Aufwand zu reduzieren. Ein erster Schritt, mal sehen, ob das klappt.
Den Muttertag verbringe ich, krankheitsbedingt, im Garten und schneide und räume. Das ist eine Premiere, aber Viren kennen keine Feiertage. Dann schon etwas Sinnvolles tun und die Jugend im Bett liegen lassen.
Nächste Woche kommen nicht nur die Eisheiligen, kommt auch Christi Himmelfahrt, allen bekannt als Vatertag. Ein schlechtes Timing für die Vatertagssause und Jazz vor dem Rathaus. Und der Eurovision Song Contest: Dienstag, Donnerstag, Samstag. Und später dann Pfingsten, ein langes Wochenende, an dem in Herrenhausen das Gartenfestival steigt. Puh. Irgendwo mittendrin müssen wir Fußball schauen. Da ist mir der Überblick verloren gegangen. Na gut, eins nach dem anderen.
Löwenzahn leuchtet jetzt von allen Wegrändern und aus allen Feldern. Meine Fotos sind am Hufeisensee entstanden und haben mit den Rapsfeldern konkurriert. Löwenzahn hat viel Widerstandskraft. In den letzten Jahren wuchs eine Pflanze im Balkonkasten, ich fand das schön, die Familie - weniger. Nun ist er weg und ich habe da einen Verdacht ...
Do
07
Mai
2026
Mein Projekt 'Fensterputzen' schreitet voran. Denn wie gewünscht kam ein bedeckter Himmel. Sehr bedeckt, es regnet seit Stunden ohne Unterbrechung.
Das kurze Sommerintermezzo am Wochenende ist nun vorüber, kalt ist es auch noch geworden. Am nächsten Montag beginnen die Eisheiligen: Mamertus. Es gibt immer viele Leute, die uns vorrechnen, dass das mit den Eisheiligen nicht stimme, reden von Kalenderverschiebungen vor vielen, vielen Jahren ... Alles Blödsinn. Die Eisheiligen kommen, es wird kalt werden.
Mo
04
Mai
2026
Ein langes Wochenende liegt hinter uns. Ein fast schon Sommer-Wochenende, die Temperaturen schraubten sich auf 27 Grad Celsius und der Himmel war blau, blitzeblau.
Der Freitag war frei und ohne Verpflichtungen und wir machten einen sonnigen Spaziergang durch die Rapsfelder. Der Samstag war dem Fensterputzen gewidmet, nicht, dass ich alle geschafft hätte, denn alle Südfenster wurden in der Sonne so richtig heiß und warten auf einen bedeckten Tag. Und am Sonntag weihten wir den neuen Grill ein - höchst erfolgreich, aber das ist eine andere Geschichte.
Den Raps mussten wir erst einmal suchen. Denn Raps wird wegen der Fruchtfolge nie zwei Jahre hintereinander auf demselben Feld angebaut. Also dann suchten wir. 'Guck mal da hinten, da leuchtet es gelb.' Aber nur wenig und eine ganze Strecke entfernt. Weitersuchen. Wir fuhren zum Hufeisensee, zwischen Pferderennbahn und Tannenbaumverkauf gelegen. Ach ja, Pferderennen war ja auch, aber darauf hatten wir so gar keine Lust. Dafür auf Raps.
Ein Feld blühte direkt neben dem See. So parkten wir auf dem See-Parkplatz und liefen hinüber. Die ersten Sonnenden lagen auf der Liegewiese, die ersten Hunde wurden spazieren geführt, alle angeleint. Die Zeitung hatte die Leinenpflicht ab 1. April zum großen Thema gemacht, vielleicht hat das geholfen.
Ein älterer Mann kam uns entgegen. 'Moin.' Er sah die Kameras und stellte sich vor dem Rapsfeld in Positur. Und hampelte etwas. Damit wir ein schönes Motiv hätten, sagte er. Nur Raps sei doch langweilig. Ich drehte mich um und ging weiter.
Ebenso so gelb wie der Raps blühte der Löwenzahn. Die Bienchen und Hummelchen schwirrten durch die Blüten und konnten sich kaum entscheiden. Die kleinen Vögel piepsten in den Uferbäumen, wollten sich aber partout nicht fotografieren lassen. Bei ihnen hätte ich es getan.
Fr
01
Mai
2026
Der 1te Mai ist bei uns in Deutschland der 'Tag der Arbeit'. Nur, dass ein Teil der Bevölkerung nicht arbeitet, weil Feiertag. Aber ganz viele eben doch, in Familienarbeit, in sozialer Arbeit, in gastronomischer Arbeit ... Etwas schizo, die Sache.
Schon 1890 wurde der 1. Maifeiertag als Kampftag der Arbeiterbewegung ins Leben gerufen. Ist in unserer heutigen politischen Welt ein Kampftag noch nötig? Auch wenn die Gewerkschaften das natürlich bejahen werden, aber wenn sie schon zum Streik aufrufen, hei, warum dann nicht am 1. Mai?
In Nordrhein-Westfalen heißt der Tag übrigens etwas umständlich 'Tag des Bekenntnisses zu Frieden und Freiheit, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde'. Das, finde ich, passt viel besser in die Gegenwart. Sowieso redet alles nur vom Maifeiertag und vom Tanz hinein.
Wir freuen uns über viel Zeit für die Terrasse und das kleine Kind von Hemmi Beulah Eichhorn. Endlich hat es sich getraut näher zu uns zu kommen. Noch heißt es einfach Baby ...