Januar 2026
Fr
30
Jan
2026
In den letzten Jahren gab es nicht viel Winterkälte und Winterschnee, die allgemeine Stimmung sagte, das sei doch schade, kein Rodeln für Kinder, kein Bauen von Schneemännern, kein Frost, der die Mücken killen würde und im Sommer kämen dann die Mückenschwärme. Nun haben wir Winter, Kälte und Schnee und das schon so lange, dass die Stimmung inzwischen sagt, nun sei es aber gut. Nun haben die Kinder genug gerodelt und Schneemänner gebaut und mit den Mücken ... Na, das werden wir dann sehen.
Jetzt, aktuell im hier und jetzt, gibt es wieder Schnee. Nach dem Abendessen und vor dem Schlafengehen. Schneeschieben zur besseren Verdauung, für die nötige Bettschwere und besseren Schlaf? Ich brauche das, ganz ehrlich, nicht. Ich schlafe auch so ganz gut.
Die Müllabfuhr übrigens war da, wir sind ganz ehrfürchtig deswegen, denn die Schneeräumfahrzeuge waren es nicht.
Di
27
Jan
2026
Der Winter gibt nicht so schnell auf. Die Schneereste vom letzten Schneefall sind noch nicht weggetaut, da kommt Nachschub. Tief Leonie liegt mit dem Zentrum südlich von Magdeburg und schiebt Schneewolken zu uns. 10 Zentimeter hoch liegt am Montag Morgen der Schnee.
Die Straßen sind - natürlich - nicht geräumt, Klein-Sibirien wieder vorne in der Straße. Nach dem Schneeschieben in unserem kleinen Weg türmt sich dort an der Einfahrt eine Schneemauer. Gegen die die Eisberge an der Elbe bei Blankenese ein Witz sind, ein Hügelchen.
Auch am heutigen Dienstagabend ist die Straße noch ungeräumt. An der Ecke ist ein Kindergarten, um die Ecke eine Grundschule. Die Fahrspuren sind eisglatt, selbst mit dicken Winterstiefeln. Ab jetzt würde auch in den Nebenstraßen geräumt, sagt der hannoversche Winterdienst. Wir warten gespannt. Auch, ob die Müllabfuhr wohl kommt.
Sa
24
Jan
2026
Ich hatte gekocht: Putenbrust eingerieben mit Salz und Kräutern und Paprika und Chili und im Crockpot-Slowcooker gegart, Kroketten, nein nicht selbst geformt sondern vom Supermarkt umme Eck, den großen Hokkaidokürbis aus dem Vorrat in dünne Spalten geschnitten und zusammen mit Knoblauch und Tomaten in einer Sahnesauce gebacken. Wir saßen um den Tisch und schmausten bis alles gegessen war und redeten und erzählten und tranken. Und dann gingen wir nichtsahnend hinaus. Uups. Alles war weiß. Und da die Temperaturen im Minusbereich sind, wird es auch weiß bleiben. Wenigstens bis Morgen.
Die Eichhörnchen waren da schon lange im Kobel verschwunden. Morgen früh werden sie überrascht sein.
Mi
21
Jan
2026
Wir saßen entspannt in der Sofaecke und schauten Krimi. (So entspannt, wie man mit einem Zahnarzttermin am nächsten Morgen sein kann.) Dann ploppte eine Nachricht der Familienjugend auf: 'Schaut ihr auch Polarlichter?' Und scheuchte uns hoch.

Wir schauten in Richtung Norden auf die Hausdächer und dieses scheußliche Kranmonster, das beim Anbau an einen Wohnblock hilft. Dahinter leuchtete es grün.
Ein starker Sonnensturm hatte am Montagabend unseren Planeten erreicht und Hannover Polarlichter beschert. Dieses Nordlicht wird Aurora Borealis genannt, wir verbinden es mit Nordkapfahrten und Kälte. Die Kälte, ja, die hatten wir auch. Draußen wurde uns bei Minusgraden richtig kalt.
Bis zu den Alpen hinunter war die Aurora Borealis sichtbar. Und sie war prächtig. Überaus prächtig.
In der Nacht darauf hielten wir natürlich Ausschau nach mehr. Wetteronline verkündete für Hannover 'schwache Polarlichter'. Nur im Umland waren sie sichtbar, eigentlich nur richtig auf Fotos. Und die Sterne strahlten wie Diamanten am eiskalten Himmel.
Sa
17
Jan
2026
Vier Tage Tauwetter haben ihre Arbeit getan. Nur in den sonnenabseitigen Schattenbereichen liegen noch kleine Schneeberg-Reste. Die Böden sind schwer und nass und dunkel. Erste Frühlingsblumen schieben ihre Triebspitzen heraus. Aber die Kälte lauert um die Ecke und soll ab Morgen wieder nächtlichen Bodenfrost und mehr bringen. Ganz ehrlich, wir haben dazu so gar keine Lust.
Es ist nun Zeit zu berichten, dass wir doch noch in Hannovers City waren und das Steiff-Schaufenster bei Galeria angesehen (und fotografiert, aber nur mit dem Natel) haben.
Im Karussell der Themen, die Steiff dafür auf Lager hat, waren die Märchen dran. Das ist bestimmt das dritte oder vierte Mal, seit wir schauen. Und nicht mehr so detailverliebt aufgebaut wie in früheren Jahren (schaut hier und hier.). Dieses Mal aber ergänzt durch die Zwergenhöhle mit Schneewittchen und den Eichhörnchen am Tisch. Mein Highlight dieses Mal. Dafür fehlten vertraute Figuren. Wie schade.
Wir hatten das Schaufenster ganz für uns, denn der Wind pfiff so kalt um die Ecken und den Bahnhof, dass wir schnell hinein gingen, die Einkäufe erledigten und dann nach Hause fuhren.
Di
13
Jan
2026
Am späten Sonntagabend drehte sich das Wetter. Der Wind kam nicht mehr von Norden sondern von Westen, brachte wärmere Luft und - Regen. So begann das große Tauen. Das wird Zeit in Anspruch nehmen, so hoch wie die Schneeberge sind. Es wurde glatt, die Schule fiel aus, die Busse und Bahnen fuhren immer noch nicht.
Unseren kleinen Weg vorm Haus hatten wir mit Muskelkraft befahrbar gemacht, auf der kleinen Straße in die er mündet, ist weiterhin Sibirien. Weder Streu- noch Räumfahrzeuge haben sich in ihn verirrt.
Die erste Reaktion auf die Kritik der in Hannover Wohnenden am mangelhaften Schneeräumen und Abstreuen der Straßen und Wege und an den Verkehrsbetrieben, die einfach alles einstellten, war ... natürlich erstmal alles abstreiten. Und dann die Ankündigung, unterm Jahr müssten die Gebühren für den Winterdienst steigen, wo sie doch so viel Mehrarbeit gehabt hätten und so viel Kosten. Ich kann nur sagen: Danke für Nix. Wagt es nur nicht. Dieses Jahr ist Wahljahr.
Autos stehen noch immer eingeschneit am Straßenrand, Reifen drehen beim Versuch aus den Parklücken zu kommen. Besonders die E-Autos, ganzer Stolz der betuchten Besitzer, erweisen sich als nicht-schneetauglich und müssen von hilfsbereiten Nachbarn aus ihren Schneewehen geschoben werden. Einfach um dann aufs eigene Grundstück und an die Ladestation zu fahren.
Zwischendurch ploppten immer wieder Katwarn-Meldungen auf den Smartphones auf. Immer wieder die Warnung vor Schneefall in der Zeit vom 9. Januar 2 Uhr bis 10. Januar 14 Uhr. Diese Warnung kam am 10ten gegen 20 Uhr und am 13ten gegen 17 Uhr und damit sehr zeitnah NACH dem Schneefallende. Wir schickten eine Mail an Katwarn, was das solle und so könnten wir Katwarn ja so gar nicht mehr ernst nehmen.
Das war die Antwort: "Für die Versendung von Warnungen und Entwarnungen tragen die zuständigen Behörden und Sicherheitseinrichtungen der Kommunen, Länder und des Bundes die eigenständige Verantwortung (rechtlich vorgegeben). Wann und ob diese Warnungen/Entwarnungen versendet werden sowie welchen Inhalt und Umfang sie haben, obliegt allein ihnen ... " (und nicht wir, aber das schrieben sie nicht) und " Hinweis: Unser Team kann zur Unterstützung eine Support-KI einsetzen, die auf der Grundlage von Nutzenden-Feedback, Handbüchern und Standardantworten Vorschläge erstellt. ..."
Ich lass das jetzt mal so stehen, diese KI und diese Hauptsache-ich-bin-nicht-Schuld Mentalität.
So
11
Jan
2026
Freitag - Ellitag. Das Schlimme waren die Windböen, die den kalten Schnee fein verwirbelten und in jede Ritze pusteten. Im Windschatten der Erker und Hauswände türmte es sich. Der Wind kühlte alles aus, uns auch. Nachts ging (und geht) es ins zweistellige Minus. Der ständige Schneefall und das wiederholte Schneeschieben brachten uns an die Fitness-Grenzen. Am Samstag hörte das Schneien endlich auf, da fror es nur noch. Und heute am Sonntag legte sich frostiger Nebel über Hannover, der alles zusätzlich mit Eis überkrustete.
Aber ansonsten ist es eben Winter und Schnee, Schnee und Winter. Wir haben uns das in den letzten Jahren ziemlich abgewöhnt, aber in meiner Erinnerung sind viel heftigere und längere Schneezeiten hier in Hannover. Der Schneeräumdienst kam auch damals erst nach einer Woche in unser Viertel. Klein-Sibirien sagten wir dazu und - uns selbst beruhigend - dass alles ganz easy sei, wenn wir erst einmal aus dem nächsten Weg hinaus wären. Klein-Sibirien hatten wir schon lange Jahre nicht mehr. Aber jetzt.
Erwartungsgemäß fuhren am Freitag irgendwann keine Eisen- und Straßenbahnen mehr, flogen keine Flugzeuge mehr, wurden Straßen wegen Schneewehen gesperrt. Gar nicht weit von hier auch, die Fahrbahn wie Seife und selbst die Busse in Schwierigkeiten.
Die Familienjugend war am Donnerstag zu einem Kongress nach Lyon geflogen und sollte am Freitagabend zurückfliegen, wurde nach München umgeleitet, dort war kein Fitzelchen Schnee, und saß dort fest, übernachtete im Hotel und kam erst Samstagmorgen zurück. Wie angespannt ich gewesen war, merkte ich erst als es hieß: "Bin angekommen."
Als das Schneien aufhörte wurde es kalt und kälter. Minus 12,5 Grad Celsius. Und glatt. Hannover hob das Streusalz-Verbot für Privat auf, mit 'Augenmaß' sollten wir das Salz streuen, bitte, aber der Gefahr für Leib und Leben der Hannoveraner und -innen zu begegnen sei wichtiger als Umweltbedenken. In den Baumärkten war das Salz innert kurzer Zeit ausverkauft. Ich ging ins Gartenhaus und holte den Eimer, der dort ungeöffnet seit 25 Jahren gestanden hatte, heraus. Salz verdirbt nicht. Wie angekündigt wurde es glatt. Nimm das.
Mit Sonnenaufgang, tatsächlich sahen wir kurz die Sonne, klopfte es an die Balkontür. Zwei Eichhörnchen tobten über den Balkon: "Frühstück, bitte bitte, Hunger." Es passiert nicht oft, dass sie vor der Tür sitzen und auf Nüsse warten. Ich quälte mich hoch und versorgte sie und die Vögel: Nüsse, Kerne, Äpfel, Weintrauben, Wasser. Bis die Bäuchlein rund waren.
Fr
09
Jan
2026
Die Medien hatten vorgewarnt, es würde ganz, ganz schlimm werden, der Schnee oh oh, der Sturm oh oh, wir Menschen sollten um Gottes willen zu Hause bleiben, Homeoffice machen, nur nicht auf die Straßen wagen. Die Schule fiel aus. Noch am Donnerstagnachmittag stürmten die Hannoveraner die Supermärkte und füllten Küche und Keller mit allem, was für dieses Extremwetter benötigt wurde. Jeder, der in Hannover und Umland irgendeine offizielle Funktion hat, durfte in den Medien seine Sorge um die Menschheit bekunden. Und stellt Euch vor, der Oberbürgermeister sagte in letzter Minute den Neujahrsempfang im Rathaus ab, allerdings erst nachdem die Ratsparteien ordentlich Druck gemacht hatten. Wir standen still.
Wir wachten am Freitagmorgen in einer weißen Welt auf. Schnee klebte von außen auf den Fensterscheiben, die nicht durch Rolläden geschützt gewesen waren, also bei den Fenstern der Schlafzimmer im ersten Stock. Schnee lag auf dem Balkon, der ja überdacht ins Haus hinein gebaut ist, und eigentlich ... aber der starke Wind wehte den Schnee vom Dach herunter, verwirbelte ihn und dann landete er auf allem, auf dem Balkonteppich, auf den Stühlen, auf dem kleinen Tisch, auf dem Schränkchen. Oh ja, die Schneepeitsche Elli (n-tv Wortschöpfung) war in der Nacht angekommen.
Während ich den Balkon von der weißen Pracht befreite, vor allem das Schränkchen in der Ecke, auf das dann das Frühstück für die wartenden Hemmis kam, währenddessen rüstete sich der
beste-Ehemann-forever für einen Ausflug zum Nordpol aufs Sträßchen vors Haus. Ausgerüstet mit unserem
besten Schneeschieber.
15 Zentimeter Neuschnee. Ich glaube, diese Mengen hatten wir vor 15//20 Jahren das letzte Mal, damals türmte sich der Schnee an den Seiten des Wegs und auf den Straßen, wir wussten gar nicht wohin noch damit und ich steckte in einem Parkplatz fest, bis eine freundliche Anwohnerin mir eine Zeitung unter die Reifen legte. Inzwischen und auch deshalb fahren wir Allrad und ABS und konnten so mitten im Extremwetter easy Einkaufen fahren. Leer war es auf Parkplätzen und in den Geschäften. Damals lag so viel Schnee, dass der Sportlehrer der Schule der Kinder auf Skiern zum Job kam. Und nein, das war nicht die viel beschworene Schneekatastrophe vom Jahreswechsel 1978/79. Da ging mir der Schnee bis über die Knie.
15 Zentimeter erforderten eine dreiviertel Stunde Schippen, dann war unser Sträßchen befahr- und die Haustür erreichbar. Am Erker hingen Eiszapfen, auf der Garage türmte sich eine Schneeverwehung - egal. Die Büsche und Bäume bogen sich - egal. Wir hatten fertig.
Dummerweise schneite es den ganzen Tag lang weiter. Noch einmal hinaus, noch einmal 8 Zentimeter, noch einmal 5 Zentimeter, noch einmal ... Zuletzt summierte es sich auf geschätzte 30 Zentimeter. Schnee wird maßlos überbewertet.
Mo
05
Jan
2026
Da lag ich mit Grönland ja gar nicht so falsch ...
Schnee in Hannover. In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag hatte es wieder geschneit, fett geschneit. Die Familienjugend war im Umland gewesen und gegen Mitternacht zurück gefahren, es tobte der reinste Schneesturm. Sie seien bei jeder roten Ampel gerutscht, die Straßen glatt zum Schlittschuhlaufen und sie froh, wieder heil daheim zu sein.

Der beste-Ehemann-forever schaute am Morgen hinaus und griff stöhnend nach dem Schneeschieber. 45 Minuten später kam er schwer atmend wieder hinein und war auf alles, was kalt, nass und mit 'sch' anfängt und 'nee' aufhört nicht gut zu sprechen. Denn es schneite weiter und dick und schwer lag es auf den Bäumen und Büschen. Die Busse fuhren immer noch nicht, erst am Nachmittag und ganz ehrlich, das war Schnee mit Ansage und warum dauert es dann so lange, bis die Stadtverwaltung reagiert und die Straßen räumt?
Heute Morgen lag noch immer Schnee, angetaut und glatt. Der nächste ist bereits im Anflug. Aber .... wir sahen die Sonne. Und unseren Schatten an der Schlafzimmerwand. Gut, dass heute nicht Murmeltiertag ist. (Der ist erst am 2. Februar.)
Sa
03
Jan
2026
Früher war es das Gefühl zu Beginn des neuen Schuljahres, alles war neu, weiße Blätter lagen vor mir, die beschrieben werden wollten, das Gefühl, etwas fängt an und jetzt machen wir es gründlich, sauber, so richtig gut und werden belohnt dafür, mit guten Noten vielleicht? Dann war die Schule vorbei und dieses Gefühl verlagerte sich auf Neujahr: In diesem frischen Jahr mit den unbeschriebenen Blättern, noch unbeschrieben, da wird alles schön und besser als zuvor und belohnt werden wir dann, vielleicht mit gerettetem Klima, mit Frieden auf der Welt, mit persönlichem Glück und Auskommen?
Ach du neues Jahr, wie schnell ist dieses Gefühl entschwunden. Morgens ein Blick in die Nachrichten. Ich denke, ich habe mich verlesen. Die USA haben Venezuela angegriffen, Hubschrauber über Caracas, Präsident und Frau von amerikanischen Truppen entführt?
Der amerikanische Präsident feiert sich dafür? Wir sind fassungslos. Nein, wir halten nichts vom venezolanischen Präsidenten, er ist ein Diktator, aber deswegen darf man doch trotzdem nicht. Und eine Blaupause geben für den Russen und den Chinesen. Herr Orban ist auch ein Diktator, den entführt die EU ja auch nicht einfach mal so. Später sendet das Fernsehen eine trumpsche Pressekonferenz, ich frage mich, ob ihm noch jemand zuhört, konzentriert über die ganze Zeit zuhört, denn er faselt minutenlang substanzlos, redet wild durcheinander, wirft Zahlen in den Raum (mir hat man erzählt, er würde die Zahlen kurzerhand erfinden), schweift ab. Seine 'Jünger' stehen hinter ihm und überlegen wahrscheinlich, wie sich der meiste Profit damit machen lässt. Und als nächstes? Überfallen die USA dann Grönland wegen der Bodenschätze? Denn dass es nicht um moralische Grundsätze und Drogenhandel geht, muss doch jedem nach dem Interview klar sein. Es geht einzig und allein um die Ölförderung. Um Geld. Und Macht.
Nachmittags beginnt es zu schneien und die Gärten und Wege und Straßen und Hausdächer werden weiß, wie frisch gewaschen. Winterwonderland. (Die Schwiegerfamilie schickte schon Schneemann-Fotos aus dem Frankenland, die hatten eher und mehr Schnee. Und mehr Übung damit.) Die Stadt wird still, denn die Busse fahren nicht wegen der Glätte, alles sieht so friedlich aus. Unschuldig.
Die ersten Seiten des Jahres 2026 aber sind schon blutig und schmutzig geworden.
Fr
02
Jan
2026
So sind wir nun im Jahr 2026 gelandet. Um uns herum knallte und zischte es erheblich, allerdings nicht so viel wie beim Jahreswechsel vor einem Jahr, die Anzahl der Böller, die das Haus zittern und mich nach Luft schnappen ließen, hatte deutlich abgenommen. So ab halb drei gelang es uns zu schlafen. Ich glaube, die Pyrosüchtigen steigen immer mehr auf die großen Batteriekästen um, einmal anzünden und dann schießen die Raketen in die Nacht, richtig schöne Raketen sind das manchmal. Es gibt Familien in der Nachbarschaft, die scheinen dafür viel Geld ausgegeben zu haben, die hatten so viele Batterien, dass sie gestern Abend nochmal mussten.
Mit der Jahreszahl und der Uhr hatten so einige ihre Schwierigkeiten: vorneweg Frau Kiewel bei der Silvestershow des Öffentlich-Rechtlichen, es heißt 'noch 2 Stunden 2025' Frau Kiewel, nicht 'noch 2 Jahre 2025', da war es 22.00 Uhr und wir schalteten auf Netflix ... und dann unser Hannoverscher Radiosender, da wünschte am Vormittag darauf der Sprecher ein gutes 2025, hoffte wahrscheinlich, dass es keiner gemerkt hat, aber doch doch. Ich dachte, sie würden vielleicht die Radiokonserve von vor 12 Monaten senden, die Musik war nicht gerade brandaktuell.
Und während wir beim Frühstück saßen und uns die guten Vorsätze 2026 überlegten ...
angefangen bei Hanteln und allgemeinem Alkoholverzicht für den besten-Ehemann-forever und aufgehört beim frühmorgendlichen Sportründchen und Fastenaktion vor Ostern für die Schreiberin der Zeilen, fitwerden für 2026 mit seinen absehbaren Anforderungen ist das Ziel, aber ob die Pläne die erste Woche überdauern werden?
Also währenddessen kamen die Nachrichten aus der Schweiz über die Silvesterfeier im Skiort und ich checkte erst einmal die Freunde im Nachbarland, das Land ist ja nicht so immens groß, alles um die Ecke und wer weiß ... Aber Entwarnung.
Oh, wie schlimm fängt dieses Jahr an, wie leidvoll. In Hannover ist ein Hubschrauber mit einer Brandverletzten gelandet, hier in der Medizinischen Hochschule. Wir hoffen das Beste für sie. Und damit ist das alles viel näher an uns dran als zuerst gedacht.
2026 - das muss besser werden, hörst du?