April 2026
Mi
29
Apr
2026
Es hat sich herumgesprochen: Nicht nur in den Niederlanden blühen die Tulpen, nein, auch in Niedersachsen. Und so werden die Felder eines Bauernhofes (genau sind es 7 Höfe, die zusammenarbeiten), in der Pampa zwischen Gifhorn und Braunschweig gelegen, zum Sehnsuchtsort der Farbenthusiasten. Seit 2018 gibt es dort Tulpen. Und Tulpensträuße und -zwiebeln zum Kauf.
Damit Tulpenzwiebeln verkauft werden können und groß und stark werden, werden mit einer Maschine Millionen von ihnen in die Äcker gesetzt und dürfen aufblühen.
Die, die schön und stark genug sind, dürfen bleiben. Sie werden dann knapp unter der Blüte geköpft, dann geht die Kraft in die Vermehrung der Zwiebel. Die später verkauft werden kann.
Das Spektakel ist die Phase des Aufblühens und der geballten Farbe auf den Feldern.
Damit nicht alle Farbenthusiastinnen, weil mehrheitlich sind es junge Frauen, einfach so für Selfies zwischen die Tulpen rennen, und sie zertrampeln, gibt es den "Tag des offenen Tulpenfeldes". Ein Sonntag im Frühling, kurzfristig festgelegt wegen der Unwägbarkeiten von Wetter und Tulpen, von 10 Uhr bis 16 Uhr. Für die Millionen an Blüten, fürs mittendrin Stehen und Fotos machen.
Umsonst ist das nicht. 6 Euronen verlangen die Bauern. Dafür gibt es Ordner, die auf die Tulpen und Menschen und Hunde aufpassen, Dixi-Klos und Parkplätze, Grillwürste und Eintopf (aus Dosen vom Aldi), Tulpensträuße zum Kaufen. Die Organisation des Spektakels ist tipptopp und reibungslos. Wer eine Eintrittskarte erworben hat, erhält einen 5-Euro-Gutschein für den Hofladen (und nur für den Hofladen!), der 6 Kilometer entfernt Kaffee und Kuchen und Spargel und auch Tulpen bietet. Wenn man hinkommt - denn alle wollen hin, Gutschein einlösen, und der Autostau ist 6 Kilometer lang.
In diesem Jahr war es der 26ste April. Das Wetter war phantastisch sonnig und fast wolkenfrei. Der Wind hatte sich gelegt, zum Glück. Die Familie war halbert Zehn schon da, parkte in guter Nähe, aber da war auch schon eine ganze Anzahl Menschen vor ihr. Große Staubwolken verrieten die einparkenden Wagen. Die Tickets wurden während der Autofahrt online gekauft, der Code am Eingang vorgezeigt und - drin. Direkt an den Feldern, jedes 600 Meter lang.
Diese Farbintensität ist beeindruckend: gelb und weiß und rot und lila und rot mit weißem Rand ... Und vergänglich, einen Tag später sollte mit dem Kappen der Blütenköpfe begonnen werden.
Es sind lange Felder, dazwischen schmale Wege, die nicht verlassen werden dürfen. Nicht! Auch nicht von den Hunden! Auch nicht von den Selfie-Jüngern und Selfie-Influencern! Von denen gab es jede Menge und es wurden immer mehr. All die Menschen, aus ganz Deutschland übrigens, einige Kennzeichen der Autos kannten wir nicht ... Viele indische Menschen waren da, Touristen? 10.000 Eintrittskarten sollen verkauft worden sein, sagte der NDR im abendlichen Filmchen. Der NDR, schon drinnen bevor alle Zahlenden hinein gehen durften, der deshalb Aufnahmen von menschenleeren Tulpenfeldern zeigen konnte. Der sich von hinten an die Familie anpirschte und filmte. Darauf angesprochen hieß es, das sähe so so schön aus und 'ach, Sie wollen nicht ins Fernsehen?' Nein, nicht und auch nicht zum Hofladen.
Die Rückfahrt nach 3 Stunden Tulpen-mit-Menschen war staufrei. Wir standen dann vor den Tulpen im Garten und waren uns einig: Es sind nicht so viele, aber jede einzelne Blüte ist schöner.
Sa
25
Apr
2026
Wir hatten eine längere Pause gemacht (länger = 9 Monate). Wir hatten uns keine neuen Jahreskarten gekauft als die alten abliefen. Wir waren vom hannoverschen Zoo gefrustet und hatten keine Lust mehr. Dann landete ein Zoo-Gutschein beim besten-Ehemann-forever und entfachte das Begehren, einmal wieder die Tiere anzuschauen.
Die primären Frustauslöser waren die vielen Baustellen im Zoo und das allgegenwärtige Kindergekreische gewesen. Wie war es damit in diesem Jahr?
Baustellen: Die Baustelle hinter dem Eingang ist schon viel, viel weiter gediehen, Zebras stehen jetzt gleich zur Rechten der geneigten Besucherin, einige Gazellen/Antilopen auch. Die Meerschweinchen wohnen rein theoretisch zur Linken, waren aber nicht zu Hause.

Eine neue Baustelle und gesperrt ist der alte Sambesi-Kral mit den Pinselohrschweinen und der Streichelwiese, die ist umgezogen. Immer noch Baustelle ist der neue Dschungelpalast, ABER wir hörten Baulärm. Vielleicht kam der auch vom Band und suggerierte nur Bautätigkeit ... Das Schildkrötenhaus ist weiterhin im Bau und nicht fertig.
Tiere: Wir waren früh und dachten, eigentlich müssten alle Tiere aktiv und beim Frühstück sein. Aber es waren viele Tiere nicht zu Hause: Die Eisbären. Die Elefanten. Die Hulman-Affen. Zu den Pelikanen durfte man nicht hinein - aus Zoo-züchterischen Gründen. Die Nilpferde waren nicht draußen - ebenfalls aus zoo-züchterischen Gründen, oder weil das Wasser noch nicht erneuert war?
Und dann: Das Rothörnchen ist verstorben, die Voliere leer. Eine Giraffe ist verstorben, die zweite an einen anderen Zoo gegeben. Das kleine RoterPanda-Mädchen ist auch umgezogen. Und der Jaguar. In die Voliere käme eine andere Tierart, welche stand nirgends. Die großen Schildkröten sind schon lange weg, seit einem Jahr steht das Versprechen neuer Kröten im Raum.
Kinder: Und während die Zahl der gezeigten Tierarten schrumpft, nimmt die der Spielplätze zu. Ganz neu gegenüber von den Zebras ist jetzt ... ein Kinderspielplatz. Mit Ballon. Und neu die verkleinerte Streichelwiese. Da fängt uns das Kindergeschrei schon beim Reingehen ein.
Wir hatten bei unserem Besuch Glück, es waren keine lärmenden Kindergruppen da. Dafür viele Babys im Kinderwagen. (Bis zum Alter von 3 Jahren ist der Zoo umsonst.) Der Rückweg führte uns - jetzt immer oder wegen Baustelle? - am großen Spielplatz vorbei. Früher gab es nur diesen, das reichte auch.
Es gab Kaffee am Sambesi mit Blick auf den neu zugezogenen Nashornbullen. Es gab Eis am Yukon. Zwei Kugeln in Waffel und die Kugeln waren nicht richtig hineingestopft, so dass sie infolge von Erdanziehung und Übergewicht einfach hinausfielen, als ich danach griff. Und dann anstandslos zwei neue. Sehr nett und sehr lecker: Blaubeere-Buttermilch.
Wir überlegten, sollen wir vielleicht doch eine neue Jahreskarte erwerben? An der Info gab es Gutscheine, eine Woche gültig, mit ihnen würde unsere Einzelkarte auf die Jahreskarte angerechnet werden. Die Gutscheine waren aus, aber der Kollege schon neue holen, wir könnten statt zu warten auch eine Mail schreiben. OK.
Und während wir über die Straße zum Auto gingen, kam die Info-Dame hinter uns her gelaufen und drückte mir die Gutscheine in die Hand. Weil sie uns ja noch gesehen hatte. Wegen der gelben Übergangsjacke. Das war nett.
Mi
22
Apr
2026
Während unser Kirschbaum schon wieder verblüht, ...
... öffnen sich die Apfelbaumblüten und es summt und brummt. Grade, dass er nicht abhebt, vor lauter Bienchen und Hummelchen im Baum.
Wir hoffen sehr, dass nicht noch mehr kalte Nächte kommen. Die Laternenparker mussten in dieser Woche wieder Eiskratzen, die Dächer der Häuser waren weiß gefroren. April macht eben was er will, aber ehrlich, wir haben Frost und Kälte satt.
So
19
Apr
2026
Wir sind traurig. Hemmi Beulah Eichhorn ist gestorben. (Beulah ist ein hebräischer Name und hat nichts mit 'Beule' zu tun.)
Beulah wohnte über drei Jahre bei uns im Garten, hatte einen Kobel in der Zeder des Nachbargrundstückes und einen in unserer großen Tanne. Sie sah immer so aus, als sei sie frisch gebadet und geföhnt, mit einem picobello weißen Bäuchlein und recht hellem rotbraunen Fell. Sie kam jeden Morgen und holte sich Frühstücksnüsse und Sonnenblumenkerne und Wasser und brachte ihre Kinder mit. Sie sonnte sich auf den Ästen der Scheinzypresse, während der Nachwuchs durch die Bäume tobte. Sie kam zu mir auf die Gartenliege um zu schauen, was wir dort so machten. Und erbettelte sich ein Stückchen vom Croissant, wir dachten wegen des Salzes darin. Sie knabberte ja auch an dem großen Tontopf.
Vor etwa 10 Tagen bemerkten wir eine Schwellung am Kiefergelenk, die aber nicht ging, sondern größer wurde. Wir knackten für Beulah Nüsse, sie kaute sehr sehr lange darauf herum. Und wurde immer dünner und langsamer. Am Freitag kam sie zu uns, saß neben uns, kaute etwas, schluckte etwas. Kam ins Wohnzimmer, einfach so, und legte sich in die Sonne. Und dann ging sie in den Nachbargarten, Richtung Kobel. Da sahen wir sie zum letzten Mal.
Der beste-Ehemann-forever hatte seit Freitagmittag herumtelefoniert. Was macht man in so einem Fall? Bei der Tierärztekammer lief eine Ansage. Es ist Freitag, hei, Wochenende. Es gibt einen Notdienst, aber erst Samstagmorgen. Der Tierarzt-Notdienst der Stadt half nicht weiter, es gab nur eine Bandansage, einen Verweis auf eine Tierarztliste im Internet. Die Tierärzte winkten alle ab, sie würden keine Wildtiere behandeln. Jemand verwies an den Zoo-Tierarzt, auch im Zoo lief nur eine Bandansage. Im Internet standen Telefonnummern von Wildtierhilfen und Eichhörnchen-Notruf, entweder ging niemand ans Telefon oder wir sollten eine SMS schicken. Hilfe, wann haben wir das letzte Mal eine SMS verschickt? Dann rief jemand zurück, schicken sie mir eine Whatsapp, dann ... dann kam eine allgemeine Aussage und "Aufnahmestopp bis Juni!" Und ja, ob wir das Tier denn gesichert hätten? Danke für Nix. Wir riefen die Tierärztliche Hochschule an, auch da Bandansage, dann warf das System uns aus der Leitung. Freitags nur bis 17.00. Sind Hund oder Katze bedrohlich erkrankt? Kommen Sie vorbei. Aber wir, wir hatten ein sehr krankes Eichhörnchen. Und dann die Sache mit dem Hinbringen. Der Freitag war der erste Tag, an dem Beulah mich soweit an sich heran ließ, dass ich eine Chance gehabt hätte sie in den Transportkorb zu setzen. Sie hat sich vorher nie anfassen lassen, wenn, dann fasste sie mich an. Ein Rat wäre so schön gewesen.
Wir können nur vermuten, was in der Nacht auf Samstag geschehen ist. Unsere Herzen weinen.
Der Natur- und Wildtierhilfe e. V. hat sich am Samstag spät abends gemeldet, nachdem wir am Freitag um dringende Hilfe bei einem sehr kranken Eichhörnchen gebeten hatten. Mit dem lapidaren Satz "Hallo ... Ist das Eichhörnchen gesichert?" Mehr als 24 Stunden später. Danke für Nix.
Di
14
Apr
2026
Und das war das. Marathon in Hannover. Obwohl nur ein kleiner Teil der Läufer und -innen die komplette Marathonstrecke gelaufen ist, die übrigen liefen schon am Samstag den Familienlauf, den Schnupperstreckenlauf, am Sonntag den 10-km-Lauf, den Staffellauf, den Halbmarathon ... Die Strecke des Marathons führte wieder fast bei uns vorbei, über die Podbielskistraße und die Noltemeyerbrücke über den Mittellandkanal, erst bei der alten zum Wohnhaus umgebauten Windmühle über die dortige Brücke herüber und dann bei uns umme Eck hinüber und zurück in die City.
Verkehrstechnisch war es nicht ohne von A nach B zu kommen, da waren schon genaue Ortskenntnisse über Schleichwege und so notwendig. Die ich mir zu alten, sehr alten Messezeiten erworben habe, damals als ich die Kinder noch in den Kindergarten brachte und alle Straßen in Hannover unter dem Messeanfahrtsverkehr verstopft waren. Wir hörten die Anfeuerungsrufe der Anwohner an der Strecke, auf der großen Kreuzung stand ein Dinosaurier und wippte mit dem Schwanz, irgendjemand trommelte zum Takt der Schritte ...
Noch eine Woche vorher war uns ein komplett verregneter Sonntag prognostiziert worden. Diese Vorhersage wurde dann verworfen, es blieb trocken, aber kühl und wolkenbedeckt. Überall blühten die Magnolien und die frühen Kirschbäume. Wir richteten uns im Garten ein und beobachteten den Hubschrauber beim Kreisen und Filmen. Unser Kirschbaum öffnete seine ersten Blüten. Die Bienen kamen trotz Kälte und naschten den Nektar.
Wir ließen die Anderen laufen und machten uns einen Cappuccino.
Sa
11
Apr
2026
Wir waren vor Ostern im Berggarten, da waren noch blauer Himmel und Sonne und offene-Jacke-Wärme. Es war recht voll für einen Wochenanfang. Denn die ersten Kirschbäume blühten. Und die großen Magnolien.
Obwohl die wohl größte Magnolie im 'Paradies', dem Kernbereich des Berggartens, vor einigen Jahren gefällt werden musste. Ich weiß nicht, ob das wegen der Sommertrockenheit oder wegen der Stürme über Hannover geschehen musste, den Stürmen sind auch andere große Bäume zum Opfer gefallen. Schade war das.
Für entspannte Fotos der Blütenpracht waren es eigentlich zu viele Menschen.
Jeder, wirklich jeder, musste sich auf die Bank unter der rosablühenden Kirsche setzten, obwohl sich von da aus keine gute Sicht bot. Inzwischen wird die Kirsche verblüht sein, die Magnolie auch, aber vielleicht blühen jetzt andere Bäume. Der Berggarten bietet eine Vielfalt. Und deshalb seht Ihr jetzt meine vorösterlichen Blütenfotos.
Es war ein sehr kommunikativer Vormittag im Berggarten. Selten sind wir so oft angesprochen, nach dem Weg gefragt, um Auskünfte gebeten worden. Und dann gab es die, die sich un-un-unbedingt über Kameras und Digitalfotografie austauschen musste. (Und böse guckte als ich auftauchte und sie realisierte, dass dieser freundliche Mann mit dem Fotoapparat nicht allein war.)
Und es gab ein kleines Mädchen, vielleicht 3 Jahre alt, das gleich hinter dem Eingang vor dem Blumenbeet stand und ganz lange auf den Boden guckte. Und dann mit einem Schritt genau auf die Tulpe vorn im Beet trat und dabei sehr zufrieden aussah. Eine ältere Berggarten-Besucherin sagte böse: 'Du kommst da sofort heraus.' Und zum Vater, einige Meter weiter: 'Holen Sie ihr Kind aus dem Blumenbeet.' Der Vater wusste gar nicht, was da falsch war.
Davon abgesehen waren alle nett und friedlich. Wir verbrachten drei wunderbare Stunden in den Kirschblüten und fuhren dann nach Hause.
Mi
08
Apr
2026
Wir wachten am Dienstag in die Nach-Osterzeit auf und die Sonne schien und die Temperaturen waren ... mau. Aber das würde ja noch werden, sagten wir uns, mit Sonne und so. Und die Tageszeitung lag nicht im Briefkasten. Und auch nicht vor der Tür und steckte auch nicht im Türkranz, wie vor einigen Jahren. Ach nein, den habe ich ja gar nicht aufgehängt, weil es so windig war.
Ich rief also die Service-Hotline der Zeitung an. Eine Computerstimme meldete sich. "Herzlich Willkommen beim Kundenservice der ... Mein Name ist Mira, ihre virtuelle Assistentin. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?" Ich sagte: "Ich habe meine Zeitung nicht bekommen." "Welche Zeitung und an welchem Tag haben Sie sie nicht erhalten?" Ich mag mich nicht mit Maschinen unterhalten. "Ich möchte mit einem Menschen sprechen." Oh Wunder, es funktionierte. "Ich verbinde Sie mit der Kundenbetreuung." Ich hing in der bekannten Warteschleife, endlos. Dann hatte ich einen Gesprächspartner. Eine Vertretung sei unterwegs, er hoffe, die Zeitung würde noch kommen, er würde die Ausgabe gutschreiben. Ich sagte, ja und geben Sie bitte an Ihre Chefs weiter, dass ich nicht mit Maschinen und Computern spreche, nur manchmal mit meinem Auto, aber eine Zeitung sollte von Menschen für Menschen sein. Und ich hoffte, sein Job würde nicht auch noch von KI übernommen. Er täte das gern, das Weitergeben, und wünschte mir eine schöne Woche.
Irgendwie erwartete ich eine Drohne, die die Zeitung vor die Haustüre plumpsen ließ. Aber sie kam nicht. Weder Drohne noch Zeitung.
Am heutigen Mittwoch - das identische Bild. Wettertechnisch (kalt und Sonne) und Zeitungstechnisch (nicht da). Ich telefonierte wieder und wieder sagte Mira ihren Spruch auf. Und ich sagte "Ich möchte mit einem Menschen sprechen." Aber Mira hatte seit gestern gelernt. "Damit ich Sie mit dem richtigen Ansprechpartner verbinden kann, sagen Sie mir Ihr Anliegen." Und ich sagte, ich hätte meine Zeitung nicht erhalten. Und war damit in der Mira-Schleife. "Welche Zeitung und an welchem Tag haben Sie sie nicht erhalten?" Das war mir zu blöd und ich sagte zum zweiten Mal "Ich möchte mit einem Menschen sprechen." Und kam damit in die Warteschleife bis sich eine Kundenbetreuerin meldete.
Wenn morgen die Zeitung wieder nicht da ist, werde ich wieder anrufen müssen, mal sehen wieviel Mira dann gelernt hat.
Ich überlege, ob ich mich dann gleich zur Redaktion weiterleiten lasse. Denn ich habe mich über die Osterausgabe sehr, sehr, sehr geärgert. Das große Bild auf Seite 1 zeigte zwei kleine Kinder im Scillablütenfeld. Ich vermute, aufgenommen auf dem Lindener Berg als es dort so schön blühte. Das ist das Problem mit den Selfies, für die die Beete und Blüten zertreten werden, nur für ein Foto.
Mit so einem Titelfoto heizt die Zeitung das auch noch an, gedankenlos. Wir haben in den Herrenhäuser Gärten und im Stadtpark schon so viele Leute erlebt, die ihre Kinder in die Beete schickten, für das in ihren Augen optimale Foto. Auch wenn direkt daneben ein Schild 'Betreten Verboten' steckte. Auf dem Lindener Berg sind die alten Gräber unter den Rasenflächen mit den Scillas, auch da läuft man nicht über die Blütenflächen. Das verdichtet den Boden und dann werden es immer weniger Blüten. Oh, ich habe mich aufgeregt.
So
05
Apr
2026
Fr
03
Apr
2026
Karfreitag. Karfreitag und gleichzeitig Tag der Mousse-au-Chocolat. Gleich kommt der Appetit darauf, aber ist das eine kluge Wahl so kurz vor der österlichen Schokolade?
Und überhaupt, sollten wir am 'Stillen Feiertag' schlemmen? Oder besser Fisch essen?
Mein Fischrezept ist mediterran und kommt vom Lidl: Für jeden Esser wird eine Dorade, ausgenommen und bratfertig gekauft, mit Zitronenscheiben und Rosmarinzweig gefüllt, innen und außen mit Salz und Pfeffer gewürzt. Die Haut wird schräg leicht mehrfach eingeschnitten. Auf einem Backblech wird Backpapier ausgelegt, darauf kommen in Würfel (nicht zu klein) geschnittene Zucchini, rote Paprika, Aubergine, Champignons, kleine Tomaten, Echalotten und mehrere gequetschte Knoblauchzehen mit Salz, Pfeffer, 3 Esslöffeln Olivenöl vermischt. Darauf kommen die Doraden und das Blech für 30 Minuten in den 200 Grad heißen Backofen. Wenn sich die Rückenflosse einfach herausziehen lässt ist der Fisch gar. Eventuell noch mit Alufolie abdecken bis das Gemüse auch gar ist. Dazu passt Baguette. Das Aufwendige an diesem Rezept ist das Filettieren hinterher.
Die gute Nachricht: In diesem Jahr gibt es kein Passionsspiel auf RTL. Hatten sie die Kritik von allen Seiten satt? Oder wollte niemand mitspielen? Die Einschaltquoten der letzten Male zu schlecht? Egal.
Dafür hat es sich die israelische Regierung noch einmal überlegt und den christlichen Bischof nun doch zum Beten in die -Geburtskirche Jesu in Jerusalem gelassen. Zu gefährlich sei es, hieß es. Und dann: Na, wenn er unbedingt will. Soll er doch.
Und so geht der Karfreitag zu Ende. In den Nachbargärten lärmen die Kinder, im Fernsehen läuft Tanzen. Als Aufzeichnung. Alles andere wäre ja gegen die Gesetze .... ja ja.
Mi
01
Apr
2026
Ich befinde mich tief in vorösterlichen Tätigkeiten. Ein 'Deep Dive' sozusagen - so wie es das bevorzugte Radioprogramm allmorgendlich verkündet - warum, es bleibt dort ein Rätsel. Jetzt ist auch noch Aprilanfang, dazu habe ich so gar keine Zeit. Mit Aprilscherzen hat der/die/das in Hannover Wohnende nicht so richtig was am Hut. Die Schweiz ist da ganz anders, auch die Bayern sind da anders. Na ja.
Apropos Zeit. Am Wochenende wurde mir wieder eine Stunde gestohlen, seitdem wache ich zu einer falschen Zeit auf und werde zu einer falschen Zeit müde, habe zu einer falschen Zeit Hunger und Mühe, den Tagesablauf neu zu ordnen. Das einzig Positive sind die Eichhörnchen, denen Uhrzeiten wurscht sind, sie kommen, sobald die Sonne aufgeht. Manchmal warten sie schon auf mich.
Die Buschwindröschen blühen. Am Eilenriederand aber wird gebuddelt, uns ist nicht ganz klar wofür, aber Zugänge sind abgesperrt, Bagger stehen auf den Wegen herum, große Erdhaufen liegen am Rand. Wir haben bisher so gar keine Lust auf Eilenriede. Außerdem niest meine Nase in der kalten Luft ohne Pause. Daher blühen die Röschen ohne uns.