Die Zeit läuft - und läuft - und läuft. Dem großen Hype um die Teddybären ist sie nach und nach davon gelaufen. Ich komme mir vor wie ein Relikt aus vergangener Zeit, weil ich sie immer noch liebe und selber nähe. Zu den Hoch-Zeiten der Bärenmania sprossen Ausstellungen und Märkte wie Pilze aus dem Boden, entstanden Sammler-Clubs, hier in Deutschland aber auch im Englischsprachigen. Zeitschriften erschienen, vergingen und fusionierten. Jeder, der einen Faden in eine Nadel einfädeln konnte, nähte Bären und andere Tiere, meistens Bären, Kreativität war nicht erforderlich, es gab genügend Bastelpackungen und Schnitte, die oft ungefragt kopiert wurden. Und Ideen, die von anderen ohne Skrupel übernommen wurden. Die Werbung setzte auf Teddybären, egal bei was, meistens aus Asien importiert. Museen ploppten auf, das Baseler Spielzeugmuseum als ein absolutes Highlight, und viele kleine. Und dann schwand das alles dahin, reduzierte sich, nur das wirklich Gute blieb.
In diesem Herbst hat Hermann-Teddy-Original die letzten Jahres-Clubbären gefertigt und einen davon an mich geschickt. Denn der Sammlerclub ist geschlossen und nun Vergangenheit. Und das ist sehr
schade. Im Jahr 2000 begann er. Es gab in jedem Jahr ein Clubbärchen, Clubsekretärin Ida berichtete aus der Firma und von Aktivitäten, Kataloge wurden zugeschickt. Die Firma sagt, die
Angestellte, die alles betreute, sei schon lange in Rente und habe noch so nebenher den Club betreut ... und nun sei die Zeit gekommen, es einzustellen. Und es seien in den letzten Jahren auch
keine neuen Clubmitglieder dazu gekommen. Nur noch die Relikte Altmitglieder wie ich seien da.

Und ich denke an die Jahre zurück und an die Clubtreffen, die immer so nett und vertraut waren. Und ich bin traurig.
25 Clubbärchen sitzen in meinen Regalen und sind mit mir traurig. Unser Seufzen ist bestimmt bis Hirschaid zu hören.