Und das war das. Marathon in Hannover. Obwohl nur ein kleiner Teil der Läufer und -innen die komplette Marathonstrecke gelaufen ist, die übrigen liefen schon am Samstag den Familienlauf, den Schnupperstreckenlauf, am Sonntag den 10-km-Lauf, den Staffellauf, den Halbmarathon ... Die Strecke des Marathons führte wieder fast bei uns vorbei, über die Podbielskistraße und die Noltemeyerbrücke über den Mittellandkanal, erst bei der alten zum Wohnhaus umgebauten Windmühle über die dortige Brücke herüber und dann bei uns umme Eck hinüber und zurück in die City.
Verkehrstechnisch war es nicht ohne von A nach B zu kommen, da waren schon genaue Ortskenntnisse über Schleichwege und so notwendig. Die ich mir zu alten, sehr alten Messezeiten erworben habe, damals als ich die Kinder noch in den Kindergarten brachte und alle Straßen in Hannover unter dem Messeanfahrtsverkehr verstopft waren. Wir hörten die Anfeuerungsrufe der Anwohner an der Strecke, auf der großen Kreuzung stand ein Dinosaurier und wippte mit dem Schwanz, irgendjemand trommelte zum Takt der Schritte ...
Noch eine Woche vorher war uns ein komplett verregneter Sonntag prognostiziert worden. Diese Vorhersage wurde dann verworfen, es blieb trocken, aber kühl und wolkenbedeckt. Überall blühten die Magnolien und die frühen Kirschbäume. Wir richteten uns im Garten ein und beobachteten den Hubschrauber beim Kreisen und Filmen. Unser Kirschbaum öffnete seine ersten Blüten. Die Bienen kamen trotz Kälte und naschten den Nektar.
Wir ließen die Anderen laufen und machten uns einen Cappuccino.