Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 17.04.2024

 

 

das Un-Wort des Tages:

ambulantisierbar

aus einem Beitrag im Heute Journal - April 2023

 

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Sonne und Regen und Bauern

Meine Großmutter erzählte ein Märchen und das ging so :

Ein Bauer war, wie alle Bauern immer und überall, unzufrieden. Jahrein, jahraus war er nie mit dem Ernteertrag zufrieden, immer hätte es besser sein können, mal fehlte Sonne, mal der Regen. Er begegnete Petrus auf dem Feld und klagte sein Leid und sagte, ach, wenn er das Wetter machen könnte, dann aber. Und Petrus sagte, gut, dann solle er das mal tun, ein Jahr lang. Ein Jahr lang bestimmte sich der Bauer das Wetter so, wie er es für seine Äcker für richtig hielt, ließ die Sonne scheinen, ließ es regnen und die Getreidehalme wurden stark und hatten prächtige Ähren. Aber als er sie dann mähte und drosch, da fielen keine Körner heraus, denn sie waren leer. 'Warum, Petrus?' 'Du hast den Wind vergessen.' Von diesem Moment an überließ der Bauer das Wetter wieder dem Himmel und nahm es, wie es kam.

Felder zwischen Hannover und Isernhagen
Felder zwischen Hannover und Isernhagen

Seit der Entstehung dieses Märchens - hat sich etwas verändert? Entweder ist es zu heiß - oder es ist zu kalt, entweder ist es zu trocken - oder es ist zu nass. Nur nie richtig. Gerade jetzt wieder. Im Mai und Juni war es zu trocken, Dürre, Klimawandel, Hannover würde zur Steppe, hieß es. Wir konnten das kaum glauben, weil es doch im Frühjahr soviel geregnet hatte. Die Fachleute aber sagten uns, dass das beim Grundwasserspiegel aber auch gar nichts verändert hätte, nach Jahren der Dürre. Da müsse es schon durchregnen, Tage um Tage, um da eine Veränderung zugunsten unserer Bäume und der Vegetation zu spüren.

Getreidefelder kurz vor der Mahd
Getreidefelder kurz vor der Mahd

In den trockenen Wochen kam die Wassersparverordnung der Stadt Hannover und die Bauern stöhnten, sie bräuchten aber Regen und ohne müssten sie wässern. Sonst wüchse nichts. Und dann kam der Regen. Keine Hundstage, sondern viel Regen. Es regnet nun - schon tagelang. Und die Bauern stöhnen. Das Getreide sei zu feucht, es würde am Halm keimen. Mähen und Dreschen seien nicht möglich. Sie bräuchten es trocken.

gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitter
gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitter

Als wir am letzten Juliwochenende aus der Stadt herausfuhren, auf die Dörfer, waren dort die Felder bereits gemäht. Die Heuballen türmten sich, es staubte gewaltig, die Krähen und die Tauben marschierten die Felder entlang und suchten sich die Reste zusammen. Die Wolken verhießen Regen.

Übrigens - Richtig gut wächst in diesem Jahr der Mais, groß und stark.