Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 14.08.2022

 

 

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Puste ... kuchen

Nach Mitternacht erst zu Bett - am nächsten Morgen noch müde - Kaffee - viel. Und im Kopf die Frage: War es das wert?

Und ganz ehrlich - Nein, war es nicht. Es war höchst unbefriedigend. Denn es war ESC-Finale und der deutsche Beitrag wurde letzter.

Löwenzahn
ein kecker Löwenzahn

Und wirklich, wenn ich schon das erste Halbfinale ansehe und das zweite Halbfinale ansehe, zwei lange Abende lang, und dann das Finale einen sehr, sehr langen Abend lang, dann ist das Ergebnis einfach scheiße nicht akzeptabel.

Der NDR, verantwortlich für den deutschen Beitrag seit der Steinzeit und seit Stefan Raab nach wenigen Jahren nicht mehr mochte, hat also in diesem Jahr wieder ein Nachwuchstalent den Wölfen zum Fraße vorgeworfen und schiebt es auf die Rundfunkanstalten, die die Auswahl zum Vorentscheid ('unser Titel für Turin') trafen und das Publikum, das gottseidank den Favoritentitel dieser Rundfunkanstalten rauswarf und das Beste nahm, das da war. Das wurde dann täglich im Radio rauf und runter gespielt. Und darum hat der letzte Platz auch etwas Positives: kein Rockstar mehr.

Aber von Anfang an.

Es war wieder soweit, wir saßen vor dem Fernsehapparat und schauten ESC, Eurovision Song Contest, veranstaltet von der EBU, der European Broadcasting Union. Nebenbei lief der Liveticker unserer Tageszeitung, ausnahmsweise mal nicht zum Bezahltarif, Imre Grimm kommentierte wie immer leicht sarkastisch, witzig und nicht immer konform mit meiner Meinung. Aber das Letztere trifft auch auf Peter Urban in der ARD zu, der das Positive auch dort findet wo nichts positiv ist.

Löwenzahn

Für meinen Geschmack gab es viel zu viele leidende SängerInnen, die irgendwas, meistens ihrem besseren Ich, hinterher trauerten. Manche hatten so viel Stoff am Körper, dass es für andere Länder nicht mehr reichte. Für Spanien zum Beispiel. Vielleicht waren sie auch nur nicht mit dem Stoff-Besticken fertig geworden. Ach das war gar nicht J. Lo? Aber was für Hintern.

 

Schräg und strange erwarten wir ja beim ESC, die besonders schrägen Auftritte waren schon in den Halbfinals verlorengegangen:

der mit rotem Samt bezogene künstliche Bulle fürs Bullenreiten zum Beispiel, eine Steampunkband, eine Venus in der Muschel wie bei Botticelli und ein Song mit Titel 'Iss deinen Salat!' Ins Finale allerdings kam "Gib dem Wolf lieber die Banane als die Oma" aus Norwegen - und die serbische Sängerin, die auf einem Stuhl saß und sich die Hände wusch, auch. Imre Grimm dazu: "Meditation? Tanztheater? Konzeptkunst? Oder eine doch zwangsneurotische Querdenkerhymne gegen antipandemischen Gesundheitswahn? Möglich, dass die Dame nicht alle Kekse in der Dose hat. Aber es hat eine soghafte Wirkung.“ Und so kann nur ein Hannoveraner, der mit Bahlsen aufgewachsen ist, kommentieren. Der Sog allerdings  - erfasste uns nicht.

Löwenzahn Pusteblume
irgendwie passt die Pusteblume dazu

Wir wussten natürlich alle, dass der ESC nicht politisch sein darf, haha wer das glaubt, das ukrainische Kalush Orchester rief trotzdem "Please help Ukraine, Mariupol, help Asov stal - right now“. Gelb-Blaue Fahnen tauchten an allen Ecken auf, auf der deutschen Gitarrenrückseite zum Beispiel. Aber hei, das waren doch keine politischen Statements, das war Humanität und die darf der ESC. Sagt die EBU. Im Ernst? Der ESC war so unpolitisch, dass einige der Länderjurys der Ukraine gar keine Punkte gaben, der ESC war so politisch, dass fast alle Publikumsvotings der Länder der Ukraine die Höchstpunktzahl 12 gaben. Am wenigsten Punkte, nämlich 7, kamen aus Serbien. Deutschland gab übrigens 10. Natürlich gewann die Ukraine das Ding, das war richtig, aber das hatte mit der Musik nur ganz am Rande etwas zu tun.

Ich fand die zwei getrennten Votings interessant. Einmal mit Punkten der Länderjurys, Experten wie Tokunbo und Michelle, wie ... naja. Einmal mit Punkten aus den Telefonanrufen des Länderpublikums. Das klafft dann schon mal auseinander, aber wie. Da finden die Jurys Dinge gut wie Australien - oder die Schweiz, deren Beitrag ein Plagiat des portugiesischen Sobral-Gewinnertitels war, sogar die Stimme war entsprechend, und das merkt keiner? Und die Anrufer finden Polen gut und Moldau. Moldau hätte meiner Meinung nach auch gewinnen können, ein Titel zum Aufspringen und Tanzen und Rhythmus und Lächeln und den ganzen Mist auf der Welt mal für drei Minuten vergessen.

DAS brauchen wir.