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Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 17.07.2019

 

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Adventskalenderzeit

Es ist wie in jedem Jahr im Dezember:

Auf viel zu wenige Adventstage kommen viel zu viele Aktivitäten, denn wir wollen ja immer alles und viel zu viel in der Weihnachtszeit. Weihnachtsdeko und Weihnachtsfeiern und Keksebacken und Tanne und Basteln und Geschenke und den Weihnachtsmarkt. Und Besinnlichkeit. Vor allem Besinnlichkeit.

Aber die Tage schwinden nur so dahin. Die Adventskalender dokumentieren es unerbittlich. Kinder finden das toll, Erwachsene weniger. Ich versuche in jedem Jahr von neuem eine noch frühere Planung, eine noch gründlichere Planung - und dann passiert etwas, in diesem Jahr eine Grippe, und die schöne Planung ist futsch.

Das ist das Privileg der Kinder: nichts tun müssen, nichts planen müssen, einfach Weihnachten erwarten - ungeduldig erwarten - und erleben und genießen.

aus der Ausstellung im Historischen Museum Hannover: der erste Gedruckte von 1908 und der Abreißkalender haben das Christkind im Mittelpunkt - später (Vitrine) kam der Weihnachtsmann
aus der Ausstellung im Historischen Museum Hannover: der erste Gedruckte von 1908 und der Abreißkalender haben das Christkind im Mittelpunkt - später (Vitrine) kam der Weihnachtsmann

Für sie entstanden um 1850 die ersten Eltern-made-Adventskalender, ein Trend zu dem die Familien in den letzten Jahren wieder verstärkt zurückgekehrt sind. Damals wurden täglich kleine Dinge entweder zu etwas (einem Bild, Zweig oder Display) hinzugefügt oder weggenommen, Strichlisten geführt oder Kerzen langsam abgebrannt. Heute baut man kleine Behälter und füllt sie mit Geschenken.

auch im Historischen Museum Hannover: glitzernde Weihnachtsmärkte und EIN TEDDY
auch im Historischen Museum Hannover: glitzernde Weihnachtsmärkte und EIN TEDDY

Natürlich entdeckten Verlage und Druckereien die Adventskalender für sich. Gerhard Lang brachte 1908 den ersten heraus. Ein Kalenderpionier, der die Kinder kleine Bilder ausschneiden und aufkleben ließ, jeden Tag eines. Aber es entwickelte sich. Es gab bald Kalender, in die etwas hineingesteckt wurde, Kalender, bei denen Bilder aus einem Versteck zwischen mehreren Papierlagen herausgeschoben wurden, Kalenderuhren, bei denen ein Zeiger Bild für Bild vorrückte oder bei denen zwei ineinander gedrehte Spiralen jeden Tag ein Stück verrückt wurden und ein Bild freilegten.

noch mehr Türchenkalender im Historischen Museum, einer schöner als der andere. Wer findet den Teddybären?
noch mehr Türchenkalender im Historischen Museum, einer schöner als der andere. Wer findet den Teddybären?

1920 kam die Zeit der Türchenkalender mit schön gemalten Winter- und Weihnachtsszenen, täglich war ein verstecktes Bild hinter dem aufzuklappenden Türchen zu entdecken. Und dann kam der Glitter. Alte Kalender mit Glitter sind wunderschön, aber der Glitter ist nach 24 Tagen praktisch überall im Haus.

Erst 1958 bekamen die Türchenkalender ein Schokostückchen zum Herausnehmen.

Die Firmen begannen, Adventskalender systematisch für ihre Werbung und für gute Umsätze zu nutzen. Immer mehr und immer mehr. Statt Bilder und Süßem steckten sie Spielzeuge hinein - für Groß und Klein - und köderten die "Großen" und machten Online-Gewinnspiele daraus. Mittlerweile gibt es so viele davon, dass wir locker den ganzen Tag nur mit virtuellen Adventskalendern beschäftigt sein könnten. Zum Kotzen.

Wie charmant sind doch die alten Kalender. Einen kleinen Überblick über gedruckte Adventskalender gibt es noch bis zum Dreikönigstag 2019 im Historischen Museum Hannover.

Am besten geht Ihr Freitags hin, da ist der Eintritt frei.