Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 19.10.2017

 

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Wochenende mit Kunst und Kürbis

Wochenend und Sonnenschein und dann mit dir im Wald allein....

Was für ein Wochenende. Der Samstag war ja noch schön, goldener Herbstanfang und wir haben uns geärgert, dass wir nicht durch einen Wald spaziert sind. Sondern mit tausenden von Bothfeldern über den jährlichen Herbstmarkt in der Kurze-Kamp-Straße. Voll war es. Wieder waren alle Schulen, Kindergärten und Vereine des Stadtteils (wobei die Grenzen großzügig gemessen werden) dabei, präsentierten sich, machten Musik - und dazugehörige Eltern platzten vor Stolz. Wieder waren viele Gewerbetreibende da, die das Event für Werbung nutzten, und wieder gab es eine Tombola mit einigen schönen und vielen überflüssigen Preisen, die auch für Werbung genutzt wurden.

Der Supermarkt hatte Kürbisse satt und Stiegen voller Herbstpflanzen im Angebot und wir haben mächtig nach Hause geschleppt.

Herbstmarkt Bothfeld
Impressionen

Und wieder waren die Parteien da, CDU und SPD und Grüne und FDP, und verteilten Rosen und Sonnenblumen. Und ratet mal, von wem die Sonnenblumen kamen... Wie vor 4 Jahren zog unser Ministerpräsident von Stand zu Stand, Kamerateam und Tross um ihn herum und Ober- und Bezirksbürgermeister gerieten glatt ins Abseits. Nur das Fernsehen war dieses Mal nicht dabei.

"Jazz und Kunst" 2017 Einkaufscenter  Klein-Buchholz Bärenhöhle
Stand der Bärenhöhle Mahnke im Einkaufscenter Klein-Buchholz

Am Sonntag dann war das schöne Wetter passé und es regnete mehr oder weniger den ganzen Tag lang. Da, wo am Samstag noch Herbstmarkt gewesen war, war "Jazz und Kunst", dieses Mal besser sortiert als vor einem Jahr, mit gutem Jazz und mit viel Platz zum Bummeln. Denn nass. Mächtig nass. Die Kunsthandwerker duckten sich in ihre Gartenpavillons und blickten besorgt auf die tropfenden Regenschirme, die sich über die Auslagen beugten. Sie hätten besseres Wetter und mehr Publikum verdient gehabt.

"Jazz und Kunst" 2017 Einkaufscenter Klein-Buchholz Bärenhöhle Mahnke
"wann können wir wieder in unsere Höhle?"
da wunderte sich der Zwerg
da wunderte sich der Zwerg

Das war 2 Kilometer und drei Ecken weiter "bei Emmelmann" - wie der Bothfelder sagt - im Einkaufspark Klein-Buchholz. Der hatte zum verkaufsoffenen Sonntag gerufen und den Vorteil eines großen Parkplatzes und überdachter Wege vor den Geschäften. Er warb damit, eine Erweiterung von "Jazz und Kunst" zu sein, Kunsthandwerker wären auch dort vor den Geschäften und Jazz auch, hieß es, als sei in der Kurze-Kamp nicht genügend Platz gewesen.

Ich habe einen Stand mit Acryl-Öl-Bildern gesehen - einen mit Honig - einen mit Getöpfertem - einen Fotografen - einen mit Floristik (gehörte zum Geschäft dahinter) - einen mit Lammfelljacken (Kunst?) und einen mit Genähtem für Kinder - und die Bärenhöhle aus der List. Wie aus einer anderen Welt in den Konsumtrubel gefallen stand sie allein im langen Gang. Die Bärchen guckten auf die vorbeidrängenden Menschen und fragten sich bestimmt, wann sie wieder nach Hause kämen. Für mich war der Stand das Highlight des verregneten Tages.

Für die Geschäfte im Center war es bestimmt ein toller Tag, aber ob die Kunst im nächsten Jahr noch mal wiederkommen mag?

 

Um Geschäfte am Sonntag öffnen zu dürfen, muss ein spezieller Anlass vorliegen: ein Jubiläum z. B. oder ein Straßenfest. Der Fachbereich Recht und Ordnung der Stadt Hannover lässt sich detailliert diesen Anlass, erwartete Besucherzahlen und beteiligte Geschäfte schildern und prüft dann die Angemessenheit und ob der Anlass auch bedeutend genug ist um die Sonntagsruhe zu stören. In diesem Fall wurde er mit einer Jazz?bühne und ein wenig Kunsthandwerk gefunden. Herr Emmelmann übrigens ist Ratsherr der Stadt Hannover.

In der Kurze-Kamp-Straße waren die Geschäfte nicht geöffnet.