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Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 11.12.2017

 

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Ägyptisches

Der Normal-Hannoveraner interessiert sich nicht so sehr für Helau und Alaaf. Eher für Schützenfest und -ausmarsch. Oder Frühlingsfest und Maschseefest. Also zu den hannoverschen Top-Ten gehört der Karneval nicht. An welcher Stelle wohl die Museen rangieren...

Museum August Kestner Hannover

Wer sich in Hannover für das alte Ägypten interessiert, so wie ich, der geht ins Kestnermuseum. Korrekt heißt es seit 2007 Museum August Kestner, was aber keiner sagt, weil viel zu lang - und die Abkürzung MAK - na ja. Das Kestner gibt es seit 1889. Es liegt direkt neben dem Neuen Rathaus und schon die Fassade ist etwas Besonderes, denn die Betonwaben umschließen und erhalten die Reste des alten Museumsgebäudes.

In unserem Hannoverbuch aus dem Jahre 1927 schreibt Dr. Küthmann, Ägyptologe und damals Leiter des Museums, dazu:

Museum August Kestner Hannover
Kultbild des Gottes Amun

"Den Grundstock des städtischen, im Jahre 1889 eröffneten Kestner-Museums bilden zwei hannoversche Privatsammlungen, deren eine von Hermann Kestner, dem Neffen und Erben des langjährigen hannoverschen Gesandten beim päpstlichen Stuhle, August Kestner, mit einer namhaften Summe für die Errichtung des Gebäudes am Friedrichswall seiner Vaterstadt 1884 geschenkt wurde, deren andere, die des Buchdruckereibesitzers und Senators Friedrich Culemann von der Stadt zwei Jahre später käuflich erworben wurde." August Kestner hatte seine Zeit im Vatikan offenbar dazu genutzt, ausgiebig seinem Sammelvirus nachzugeben und Antikes aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien zu shoppen, ganz besonders Ägyptisches. Und dann wurde es daheim zu klein. Oder die junge Generation wollte das Zeug aus dem Haus haben.

Museum August Kestner Hannover
Porträtschätze

Ägypten war damals einfach "in", so wie vor 20 Jahren die Teddys, vor 30 Jahren die Puppen... Meine Kinder werden eines Tages auch überlegen, wo sie meine Teddys lassen können.

Museum August Kestner Hannover
Reliefs: Echnaton als Sphinx - Apis-Stier mit der Sonnenscheibe zwischen den Hörnern

Die alten Ägypter kannten natürlich keine Teddybären, aber Bären schon. In Syrien lebten bis vor 100 Jahren Braunbären, die etwa 1,40 Meter groß wurden. Auf Wandmalereien in ägyptischen Gräbern sind sie dargestellt und auf einem Wandbild im Tempel von Luxor beißt ein Bär einen flüchtenden Ägypter ins Bein.

No chance zu einem Gott zu werden ... im Gegensatz zu vielen anderen Tieren im alten Ägypten.

Totengott Anubis als Schakal - Gott Thot als Pavian (weil er so schön ist: der grüne ist ein Urlaubssouvenir und nicht aus dem MAK) - elegant: Göttin Bastet in Katzengestalt
Totengott Anubis als Schakal - Gott Thot als Pavian (weil er so schön ist: der grüne ist ein Urlaubssouvenir und nicht aus dem MAK) - elegant: Göttin Bastet in Katzengestalt

Die Fotos aus dem Museum zeige ich mit der freundlichen Genehmigung des Museums August Kestner.