Der beginnende Sommer ist schon erschöpft. Er nimmt eine Auszeit und holt sich die Schafskälte herbei und die bestimmt nun die Tage. Das ist immer, jedes Jahr wieder um den 10ten Juni herum. Ganz selten, dass nicht. (Uuh, schlechtes Deutsch ...) Kurz, es ist wieder kühl und die Thermometersäule unter die 20 Grad Marke gerutscht.
Wir haben uns auch eine kleine Auszeit genommen und sind nach Engesohde gefahren, unserem Friedhof mit der Familiengrabstätte. Seit der Südschnellweg erneuert wird und nur noch eine riesige Baustelle ist, ist das Hinfahren stressig geworden und dauert länger denn je. Für die Rückfahrt wählen wir regelmäßig den Weg durch die Innenstadt, vorbei am großen 'Steakhouse'. Die Möglichkeit uns selbst zu belohnen - wird regelmäßig verworfen.
Wir haben in diesem Jahr viele Eisbegonien in rosa gepflanzt und in die Mitte rosablühende Löwenmäulchen. Ich bin gespannt wie diese Mischung durch den Sommer kommt.
Der Bummel über den Friedhof ist dieses Mal kurz ausgefallen, der drohenden Regenwolken wegen. Wir haben es gerade noch geschafft, vor dem großen Regen wieder nach Hause zu kommen. Aber ich wollte doch sehen, ob schon die Libellen am großen Teich sind - dort war aber nur ein Entenpaar, das sich von uns gestört fühlte.
Dafür bewunderten wir den kleinen Engel, der neu auf der Brunnenschale inmitten der Wegekreuzung steht. Der originale Engel wurde Anfang 2023 gestohlen. 120 Jahre hatte er den Brunnen geschmückt, traurige 3 Jahre stand der Brunnen kahl und leer. Dank eines wiedergefundenen Gipsabdrucks des alten Engels, konnte er rekonstruiert und nachgegossen werden. Und dank der Spenden von Hannovers Bürgern.
Der Engel ist übrigens vergoldeter Gips, der materielle Wert ist .... nicht besonders. Der ideelle ist nicht fassbar.
Er wacht jetzt als Schutzengel über Engesohde und unsere Verstorbenen.