Willst du nackte Männer sehen, musst du in den Stadtpark gehen.
Oder bei unserem Querweg aufs Dach schauen, da wird saniert und gelattet ab 7 Uhr früh, immer dieselbe Routine: 7 Uhr kommen, erst einmal alles werfen was rumliegt, Dachschindeln, Latten, Holzplanken, Metallisches, bis 8 Uhr, dann Pause, wahrscheinlich Frühstück für neue Kräfte. Mit nacktem Oberkörper aufs Dach. Da es morgens noch frisch ist, 17 Grad Celsius und drunter, wohl weniger aus Wärmegründen, als um Braun zu werden? Äh ....
Wir machten eine Runde durch den Stadtpark, der Himmel war wolkenlos, die Sonne war schon wieder ein wenig too much.
Der Grenzwert zum nicht-mehr-Beregnen-dürfen war in dichter Nähe, aber noch nicht erreicht, also liefen die Beregnungsapparate. Wir liefen Slalom.
Und auf dem Rasen positionierte sich derweil ein Mann. Mit zwei Stühlen und Handtüchern und anscheinend Sonnenöl, damit er auch schön glänzte. Und zog sich aus. Da stand ganz viel Fitnessbude. Der Stoff untenrum war ein wenig mehr als ein Lendenschurz, wirklich nur ein wenig mehr. Während wir eilig in den Schatten gingen, die Sonne brannte nur so herab, sprach der beste-Ehemann-forever von Hautkrebs und den Forschungen der letzten 30 Jahre und dass das Sonnenbaden doch eigentlich out sei, sowas von out.
Die Enten im großen Teich guckten staunend hinüber, beschlossen dann, dass es ihnen egal war. Denn es gab kein Futter. Dabei ist Füttern sowieso verboten, es hält sich nur niemand dran. Manchmal glaube ich, wir sind die Einzigen, die nicht füttern. Irgendwie schade. Ach ja ....