Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 28.10.2020

 

das Un-Wort des Tages:

Ungleichberechtigung

darüber klagen Hannovers Möbelhäuser, die wegen Corona nur auf 800 qm wieder öffnen dürfen - April 2020

 

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No DSGVO, denn:

Die DSGVO "gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird."

Diskriminierung

Alle fühlen sich heute diskriminiert. Die Menschen anderer Hautfarbe, die Menschen anderen Glaubens, die Menschen anderen Geschlechts - wobei das 'anderer/n' noch genau zu definieren wäre. Niemand in Hannover geht mehr aus dem Haus ohne Gendersternchen und das '-innen'-Binnen-I mitzunehmen. Bloß um nicht ... es ist zum ... ja, genau dazu.

Aber jetzt muss ich es mal ganz deutlich schreiben. Ja, es gibt eine Diskriminierung und anscheinend regt sich niemand außer mir und meinen Nächsten darüber auf, oder doch? Jedenfalls nicht medial hier in Hannover und das liegt daran, dass es unsere omnipräsente Tageszeitung ist, die diskriminiert. In Print und in Digital.

Altersdiskriminierung. Nur weil jemand älter wird, wird er noch lange nicht blöd, dumm und unzurechnungsfähig. Nur weil jemand älter wird, kann er Dinge nicht schlechter als ein jüngerer Mensch. Nur weil jemand älter wird, muss man ihn noch lange nicht in eine Schublade stecken, auf der steht 'Vorsicht - Gehirnleistung lässt nach - besser ins Altersheim sperren', Wir alle werden irgendwann älter - möchtet Ihr Euch dann diskriminieren lassen?

Aus Hannover hier das konkrete Beispiel:

Am 30. September 2020 kam eine Autofahrerin von der Straße ab und fuhr in das Schaufenster einer Bäckerei. Niemand wurde verletzt, das Auto - Schrott.

Am 5. Oktober 2020 erfasste ein Autofahrer Kinder, die über die Straße gingen, kam von der Straße ab und fuhr in eine Bushaltestelle. Die Kinder wurden verletzt, der Autofahrer nicht, das Auto - Schrott.

Schlagzeile der HAZ am 1.10.2020: "77jährige fährt mit Auto durch Schaufenster."

Schlagzeile der HAZ am 6.10.2020: "Auto fährt in Bushaltestelle: Zwei Kinder verletzt."

Im ersten Fall wird berichtet, dass die 'Seniorin' vorsorglich in ein Krankenhaus kam, von 'Kontrolle verloren' und Fahrfehlern.

 

Im zweiten Fall steht im Text, dass der Fahrer offenbar Gas und Bremse verwechselt hat. Und ganz am Ende, dass es keine Hinweise gäbe, dass der '35jährige unter Einfluss von Alkohol oder Drogen stand'.

In beiden Fällen führten Fahrfehler und Kontrollverlust zu einem Unfall. Aber - wie unterschiedlich wird berichtet? Einmal war es ein Auto und einmal eine 77jährige? Warum lautet die Überschrift nicht: "35jähriger fährt zwei Kinder an"? Oder "Auto fährt in Schaufenster und verursacht Sachschaden"? Und - Altersdiskriminierung funktioniert auch anders herum. Denn hatte die Autofahrerin etwas getrunken, etwas genommen? Warum werden Drogen nur im zweiten Bericht erwähnt?

Aber vor allem fällt uns seit längerem auf, mit welcher Regelmäßigkeit explizit auf ein fortgeschrittenes Alter der Personen, über die berichtet wird, hingewiesen wird. Meistens hat das beim Lesen einen sehr unschönen Beigeschmack à la 'leicht gaga und so'. In diesem Fall fehlte eigentlich nur, dass die Zeitung die Rückgabe des Führerscheins nahegelegt hätte. Bei der Autofahrerin ...