Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 03.08.2020

 

das Un-Wort des Tages:

Ungleichberechtigung

darüber klagen Hannovers Möbelhäuser, die wegen Corona nur auf 800 qm wieder öffnen dürfen - April 2020

 

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No DSGVO, denn:

Die DSGVO "gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird."

was für ein Beginn

Ich habe lange überlegt, womit ich das Jahr 2020 beginnen lasse. Mit langem Schlafen natürlich, ich weiß, den Luxus hat nicht jeder, nicht die vielen Pflege- und Servicekräfte, die Polizei, die Feuerwehr, die Notfalldienste, alle die, die einen Hund haben ...

Aber ich habe lange ausgeschlafen, aus Notwehr, damit mir nicht wieder gesagt wird, wie müde ich doch aussähe. Und dann habe ich gedacht, schreib doch etwas. Aber was? Ich wüsste da so einiges aus der Stadt, aus dem Berggarten, von der Frostluft und dem dicken Nebel der Neujahrsnacht, aber ich glaube, ich lasse Euch damit noch warten.

Gänseblümchen
im gefrorenen Rasen blühen letzte Gänseblümchen

Denn heute Mittag kam eine Mail. Ganz ehrlich, so etwas verschickt man nicht am ersten Tag des Jahres. Also nette Menschen, normale Menschen tun das nicht. Schon gar nicht in dem Ton und mit Rechtschreibfehlern in der Unterschrift. Aber sie kam:

"Sehr geehrte Frau Keese, auf Ihrer Homepage habe ich gesehen, dass Sie Motive meiner Mutter, Eva T., auf eier machen und diese auch zum Verkauf anbieten (Zwerg, Hasen, Blumen Gans, Enten, ...). Diese Motive sind urheberrechtlich geschützt und Sie machen sich strafbar, wenn Sie diese verkaufen oder ohne Erlaubnis ins Internet stellen.´- und das kann sehr teuer werden. Ich bitte Sie, diese Abbildungen vom Internet zu entfernen und diese auch nicht mehr zum Verkauf anzubieten!!! Ansonsten fühle ich mich gezwungen, die Angelegenheit der Rechtsabteilung weiterzugeben, was für Sie hohe Kosten verursachen würde. Ich bitte um Rückmeldung und um Erledigung. Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Chrisitne K."

Ich hätte Entwürfe der Mutter für Ostereier verwendet (diese pauschale Aufzählung aller Motive ist einfach Blödsinn) und ein Foto davon auf meinem Blog und würde damit handeln und sollte ich das nicht unverzüglich unterlassen, würde es sehr teuer für mich? Ich dachte, ich lese nicht richtig. Ich hatte mit allem möglichen bezüglich einer Abmahnung gerechnet, jeder der einen Blog schreibt und Fotos postet steht ja ständig mit einem Bein im Gefängnis wegen Copyright und Fotorechten und überhaupt. Aber mit einem Scherenschnitt-Osterei aus den 90ern, dessen Pendant ich damals für den Osterbasar unseres Kindergartens gestiftet hatte, mit einem Foto aus 2016 von meiner privaten Sammlung? Und dann die Unterstellung, ich würde mit diesen Eiern handeln! Was machen Menschen eigentlich am ersten Tag des Jahres so? Gründlich lesen jedenfalls nicht.

Winterjasmin
Neujahrs-Spaziergang durch den Garten - der Winterjasmin blüht schon

Ich habe damals, vor über 20 Jahren, tatsächlich auch auf Motive aus einem Topp-Bastelheft von 1992 zurückgegriffen, Autor Eva T., dafür hatte ich dieses Heft ja schließlich gekauft. Und ich habe es tatsächlich noch wiedergefunden, ganz hinten im Schrank. Vorn im Heft steht, dass das Nachbasteln nicht für gewerbliche Zwecke erlaubt ist (was ich auch nicht getan habe und nicht tue), das Verbreiten des "Werks" in Film, Funk und Fernsehen, Fotokopie, Video der Genehmigung unterliegt (keine Rede vom Worldwideweb und wie bitte definiert sich 'Werk'?). Aber OK.

Also habe ich geantwortet:

"Sehr geehrte Frau K., eigentlich wünscht man sich am 1. Januar ja ein gutes Neues Jahr, aber das kann ich mir bei Ihnen wohl schenken. Hätten Sie meine Webseite aufmerksam angeschaut, hätten Sie gesehen, dass es sich nicht um einen Shop handelt und dass ich NICHTS zum Verkauf anbiete. Ich habe für mich privat  vor über 20 Jahren einige Scherenschnitteier gefertigt und dabei Motive der Häschenschule und aus Auerbachkalendern der 20er/30erJahre verwendet, außerdem aus Büchern des Topp-Verlages, offenbar auch aus einem Buch von Eva T., die anscheinend Ihre Mutter ist und mit diesen Büchern Geld verdient hat. Damals, wie gesagt vor über 20 Jahren, habe ich einmalig einige Eier auf dem Osterbasar unseres Kindergartens gegen eine Spende an den Kindergarten weitergegeben. In meinem Blogartikel sind Fotos meiner privaten Sammlung, die nicht nur aus meinen selbstgefertigten sondern auch aus gekauften Scherenschnitteiern besteht und ich habe nicht verifiziert, welches Ei von wem und welches Motiv von wo kam. Ich habe das auch nicht vor und ich kann Leute wie Sie, die mir am 1. Januar so eine Mail schreiben, überhaupt nicht leiden. Alleine deshalb werde ich den Blogartikel mit den Fotos deaktivieren. "

eins meiner gelöschten Fotos - Schnitte frei nachempfundene Motive der Häschenschule und alter Kalender - quak quak wie unfreundlich sagt da das Steiffentchen
eins meiner gelöschten Fotos - Schnitte frei nachempfundene Motive der Häschenschule und alter Kalender - quak quak wie unfreundlich sagt da das Steiffentchen

Und das habe ich getan, deshalb findet Ihr den Artikel "Scherenschnitte" im April 2016 nicht mehr. Und mir tut es inzwischen sehr leid, dass ich damals dieses TOPP-Heft gekauft habe für satte 9,80 Deutsche Mark und damit der Mutter der Abmahnerin das Portemonnaie gefüllt habe. Frau T. ist mittlerweile 94 und ihre Tochter möchte wohl Geschäft mit den Schnitten der Mutter machen. Für solche Abmahner habe ich gar kein Verständnis und ich habe das Heft dahin geworfen, wo es hingehört: in den Müll.

Update: Der Frech-Verlag, Herausgeber der TOPP-Hefte, sagt dazu: "Wir als Verlag erwerben das Recht, dass wir die vom Autor erstellten Motive nutzen dürfen. " Wenn ich aus einem der Hefte 'zitieren' würde, dürfte ich das nicht ohne Quellenangabe tun. Deshalb: "Wenn Sie Ihre selbst erstellten Werke selbst fotografieren und mit Quellenangabe (z. B. Motiv aus Buch xxx) auf Ihrem Blog zeigen, ist das kein Problem."

Ich werde meine gelöschten Fotos trotzdem nicht wieder aktivieren, denn mit der  Quellenangabe würde ich für Frau T. Werbung machen. Und seit der Mail liegt mir nichts ferner.