Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 13.11.2018

 

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Karnevalstage

Und mitten in die letzten Karnevalstage hinein, die hier relativ unbemerkt und ohne groß zu stören ablaufen, kam doch noch etwas Schnee nach Hannover. Und Sonne. Gleich sieht alles so frisch und sauber aus, die Farben bekommen etwas eisiges und kommen vor dem Weiß gut zur Geltung.

Schnee und Frost im Garten
Schnee und Frost im Garten

Karneval ist nicht so Hannovers Sache. Es gibt die Lindener Narren und zaghaft einen Karnevalsumzug mit fliegenden Bonbons und mehr oder weniger närrische Partys in den Kneipen, aber all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hannover in Wirklichkeit Schützenfestland ist. Und nicht Karnevalland.

Frost Tannenzweige

Der Rosenmontag war bei uns der Tag im Kindergarten- und Schuljahr, den wir (Mutter und Kinder) am liebsten vermieden hätten. Es musste Party gemacht werden, es musste sich verkleidet werden, es musste selbstgemachte Verkleidung sein. Wer als Mutter im Kaufhaus zu fertigen Kostümen griff, riskierte, dass sein Kind als uncool abgestempelt wurde - und man selbst bei Lehrer und Erzieher unten durch war.

Ich habe Blumenmädchen- und Prinzessin- und Hexenkostüme genäht und alle möglichen Handwerkerkostüme, ein Gespenst und dann - dann einen Sheriff. Mit allem was ein Sheriff braucht, Cowboyhut und Cowboyhosen und Cowboyweste mit Sheriffstern und natürlich einem Colt am Gürtel. Eine neongrüne Plastikspielzeugpistole zu der unerlaubt die Knallblättchen mitgenommen wurden.

Und ich war so etwas von unten durch. Die Lehrerin bat zum Gespräch: Waffenerlass der Schulbehörde nicht beachtet, die Pistole von der Schulleitung konfisziert, dass es ein Karnevalsrequisit war - egal. Meinen kleinen Sheriff musste ich erst einmal trösten.

Im Jahr drauf dann war er Indianer. Mit Federkopfschmuck, Häuptlingskette und - weil wir uns das Plastiktomahawk nach den Erlebnissen als Sheriff nicht trauten - Bogen und Ploppfeil aus Gummi. Und ich war so etwas von unten durch und die Lehrerin bat zum Gespräch: Waffenerlass der Schulbehörde nicht beachtet, Pfeil und Bogen von der Schulleitung konfisziert, dass es ein Karnevalsrequisit war - egal.

erstes Grün im Schnee
erstes Grün im Schnee

Aber als die Schule ein Mittelalter-Sommerfest mit Rittern und Burgfräuleins veranstaltete, da gab es hochoffiziell ein Wett-Bogenschießen mit großem Bogen und richtigen Pfeilen auf Strohzielscheiben. Da war mein Kind sauer.

Nein, die Rosenmontage waren bei uns absolut verzichtbar.

 

Der Waffenerlass der niedersächsischen Schulbehörde wurde uns zu Beginn eines jeden Schuljahres vorgelegt, wir mussten die Kenntnisnahme mit Unterschrift bestätigen. Er besagt grob gesagt, dass in die Schule keine Waffen jeglicher Art mitgenommen werden dürfen, auch keine Messer (auch keine Küchenmesser zum gemeinsamen Klassenfrühstück!), auch nichts, was man damit verwechseln könnte, wie zum Beispiel grüne Plastikcolts. Spitze Stickscheren für den Handarbeitsunterricht oder Linolschnittbestecke sind erstaunlicherweise erlaubt.