Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 22.07.2017

 

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Kopfschüttelmomente

Da ist es ja - das mediale Sommerloch, das wir so vermisst haben. Jetzt, wo auch Olympia vorbei ist. Und worüber schreibt man da als Zeitung?

 - Über unausgereifte Bafög-Software (in Deutsch: ein Computerprogramm mit dem Anträge der Studenten/innen auf Zuschüsse zum Lebensunterhalt nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bearbeitet werden können, angeblich schnell und unbürokratisch - haha). Die schlechte Software führt nun dazu, dass alles noch länger dauert und Studenten, die sowieso nichts an Geld übrig haben, ihren Semesterbakschisch nicht mehr zahlen können. Das sind an der Leibnizuni Hannover übrigens mal eben 410,35 Euro pro Semester (95 Euro fürs Studentenwerk, 12 Euro für den AStA, 75 Euro Verwaltungsgebühr, 228,35 Euro für freie Fahrt in Niedersachsen und Hannover per Semesterticket - ob man's braucht oder nicht).

Haben wir nicht ein Glück, dass die zusätzlichen 500 Euro Studiengebühr abgeschafft sind?

- Über Notfallreserven, die jeder von uns für Katastrophen im Haus haben sollte (genug Wasser - auch zum Waschen, Essensvorräte, Batterien fürs Radio, Campingkocher oder Holzkohlegrill, Seife, Medikamente....). Wo wir all das lagern sollen, schreiben sie nicht. Und wie ein Student oder Geringverdiener das bezahlen soll, auch nicht. Aber ich ganz persönlich kann mit meinen Marmeladenvorräten im Keller der nächsten Schneekatastrophe oder Lawine entspannt entgegen sehen.

Sommer
Sommer

 - Über die Baustelle auf der Brücke über den Mittellandkanal, zu Fuß 5 Minuten von uns entfernt. Die Verbindung von Brücke und Straße sollte erneuert werden. Eine Fahrbahn wurde gesperrt, Gräben wurden in den Belag gefräst und eine Ampel aufgestellt. Im Berufsverkehr erreichte der Stau Kilometerlänge. Dann fiel auf, dass die Autos zu dicht an den Arbeitern vorbeifahren und die Arbeit wurde eingestellt. Die Ampel blieb. Die Staus blieben. Bis nach vielen Tagen die Gräben provisorisch gefüllt wurden.

 - Über die Flüchtlingsunterbringung in Hannover. Da haben sie uns nun gegen alle Einwände den schönen Waterlooplatz mit Wohncontainern verschandelt. Und jetzt stehen sie leer, weil die Stadt keinen Betreiber findet, der die Sicherheit garantiert - angesichts des nahen Fußballstadions. Das übrigens schon immer da war, wo es jetzt steht. Um die Ecke.

 

Übrigens Fußball - läuft ganz gut derzeit.

 - Und über den deutschen Expo-Pavillon, der so schnell so teuer gekauft wurde, in dem wegen des fehlenden Brandschutzes keine Veranstaltungen im Parterre mehr durchgeführt werden durften (als Nachnutzung war übrigens beim Bau ein Schwimmbad geplant). Dann kamen Zelte ins Erdgeschoß und die Flüchtlinge und ein Sicherheitsdienst, der auf alles aufpasste. Und jetzt sind die Flüchtlinge weg und der Sicherheitsdienst bewacht die Leere und die Büros darüber. Und die Stadt überlegt, was sie mit dem Pavillon nun macht. Der teure Brandschutz fehlt ja immer noch... Ein Abriss wird diskutiert. Dann werden wir wohl neue Büroräume suchen müssen.