Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 11.12.2017

 

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Pfingstküsse

"Manchmal lernt man jemand kennen und fragt sich, wie es wohl wäre, wenn er einen küsste. Und man kann es gar nicht erwarten, dass er es tut. Und wenn er es tut, hofft man, die Glocken im Himmel läuten zu hören und man denkt vielleicht, dass man vor Wonne zerfließt, dass man sich in Nichts auflöst. Und wissen Sie was passiert? Gar nichts! Gar nichts! Und man will nicht mehr von ihm geküsst werden, weil man seine Meinung geändert hat." (Paula Prentiss in "Man's Favourite Sport")

Im letzten Jahr haben wir am Pfingstsamstag das Xavier-Naidoo-Konzert auf der Expo-Plaza geschaut. Seitdem würde ich jederzeit wieder in eines seiner Konzerte gehen.

Jetzt war Sunrise Avenue da.

 

Schon als wir am Freitag Nachmittag aus unserem Büro im Deutschen Pavillon kamen, kampierten einige Mädchen vor dem abgesperrten Eingang. Sie hatten viel, viel Geld für eine Karte gezahlt, mit Gebühren kommen da locker 65 Euro zusammen,

und hockten dann bis Samstag 18.00 Uhr auf dem kalten Boden, um als erste auf die Plaza zu kommen und dort nochmal zweieinhalb Stunden auf Sunrise Avenue zu warten.


Es gab keine Vorband. Es gab 90 Minuten Sunrise Avenue und dann war's Aus.

Ja, man kann als Rockband mit Begleitorchester spielen (wenn man's richtig, richtig gut macht und sich dabei bewahrt), muss aber nicht...

man kann sich an 5? verschiedenen Gitarren und einem Quadratmeter Bühne festhalten und ignorieren, dass da 23.000 Deutsche vor einem stehen, die gerne in Dialog treten möchten und das nicht unbedingt auf Englisch, sollte aber nicht...

man kann einfach verschwinden, keine Zugaben geben und völlig perplexe Fans zurücklassen, die zusehen dürfen, wie schon 2 Minuten später der Abbau beginnt...

Aber da läuten nicht die Glocken im Himmel und keiner zerfließt vor Wonne.

Wieviele möchten, wie Bärchen und ich, nicht mehr geküsst werden?

 

Oh du gutes altes Capitol, wie lang ist das Konzert dort her und wieviel hat sich seitdem geändert.

Davon mal abgesehen, waren die Pfingsttage für uns Hannoveraner vollgestopft mit schönen Dingen.

Es war Christopher Street Day und egal welche privaten Neigungen man hat, es war bunt und lustig und es gab viel zum Schauen. In Herrenhausen war großes Gartenevent rund um den Leibniztempel, voll - voller - am vollsten, und abends wunderschöne Illumination des Großen Gartens. Rund um die Marktkirche war Bierfest - kein Kommentar -, in Langenhagen Pferde- und auf dem Maschsee Drachenbootrennen.

Hannover 96 spielte das letzte Spiel dieser Saison, nervlich waren wir alle am Limit bis zur letzten Sekunde. Hannoveraner wissen, dass selbst mit dem Abpfiff noch Dinge möglich sind... Aber es ging gut. Und vor allem das hat zu beschwingten Pfingsttagen geführt.