Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 17.11.2017

 

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Blaubeerkuchen

Wir leben im Blaubeerland. Gleich hinter Hannover beginnt das Heide - und Moorland mit dem Boden, den die Blaubeerbüsche lieben.

In unseren Wäldern wachsen sie wild, geschmacklich super, aber klein und mit Vorsicht zu essen. Denn sie färben alles - nachhaltig. Auch die Zähne. Meine Mutter hatte im Schrank eine spezielle Paste, die sie auf Textilien und Hände auftrug, um die Flecken herauszubekommen.

 

Vor den Toren Hannovers gibt es große Kulturblaubeerplantagen, auf denen man auch selber pflücken kann. Diese Beeren sind viel größer und je nach Sorte unterschiedlich süß und aromatisch. Und sie färben nicht so schrecklich, weil ihr Farbstoff nur in der Schale steckt.

 

Ich mag besonders eine der frühesten Sorten und meine Familie mag besonders meinen Blaubeerbiskuitkuchen nach einem Rezept meiner Mutter. Er funktioniert nur mit frischen Blaubeeren richtig, darum gibt es ihn nur während der Entezeit, dafür an fast jedem Wochenende.

 


 

Ich brauche dafür ca. 350 Gramm Blaubeeren. Als erstes wird der Backofen vorgeheizt (Umluft 160 Grad, konventionell 180 Grad, Umluft bringt das bessere Backergebnis), denn ist der Teig vorbereitet, muss er schnell in den Ofen.

Dann werden 5 Eier getrennt und die Eigelbe mit 200 Gramm Akazien- oder Heidehonig mit dem Handrührer zu einer dicken weißlichen Creme aufgeschlagen. Das geht gut im warmen Wasserbad, es darf nur nicht zu heiß werden, sonst gerinnt das Eigelb zu Rührei. Die Rührschüssel nicht zu klein wählen, denn...

Darüber werden 150 Gramm gemahlene weiße (blanchierte) Mandeln und 4 Eßlöffel frisch gemahlenes Weizenvollkornmehl gestreut.

Am Rand giesst man vorsichtig 120 Gramm flüssige Butter und 200 Gramm geschmolzene Schokolade (ich nehme halb und halb Vollmilch und Zartbitter einer guten Schweizer Firma) an die Masse. Und dann wird alles mit einem großen Spatel gut untergehoben.

Die 5 Eiweiß werden zu einem standfesten Eischnee aufgeschlagen, das geht super mit dem Handrührer auf niedriger Stufe, und der Schnee wird schnell mit dem Spatel unter die Crememasse gehoben. Bitte nicht mit dem Handrührer, die kleinen Luftbläschen sollen nicht platzen.

Dann kommt das Ganze in eine Springform. Ich lege den Boden vorher mit Backpapier aus und fette Papier und Rand zusätzlich mit Butter ein.

 

Und dann werden auf die Masse ca. 250 Gramm trockene Blaubeeren verteilt.

 

 

Und ab in den Ofen. Nach 20 Minuten die restlichen Blaubeeren auf dem Kuchen verteilen, die erste Partie ist inzwischen in den Teig eingesunken, die zweite bleibt dann oben liegen, und noch einmal ca. 20 Minuten backen. Unbedingt die Hölzchenprobe machen und einen Zahnstocher in die Mitte stechen. Klebt daran beim Herausziehen noch flüssiger Teig, die Backzeit verlängern. Wenn sich der Kuchen am Rand von der Springform löst, ist das ein Zeichen, dass man die Probe machen sollte.

Und dann auf einem Gitter abkühlen lassen. Ich löse immer nur den Springformrand und nehme den Kuchen erst, wenn er abgekühlt ist, vom Springformboden herunter, weil er dann nicht so leicht auseinanderbricht.

 

 

Mit etwas angeschlagener Sahne genießen, nicht an die Kalorien denken und sich klarmachen, wie gesund Blaubeeren sind. Sie enthalten jede Menge Antioxidantien im blauen Farbstoff, wirken gegen Hautalterung, Nachtblindheit, entzündungshemmend, senken das Krebsrisiko, stärken das Immunsystem  - und angeblich die Gedächtnisleistung älterer Frauen.