An dieser Stelle wollte ich von der Landesgartenschau in Bad Nenndorf berichten. Das muss nun verschoben werden. Denn ...
... wir hatten Unwetter. Katwarn schickte Alarm, aber eigentlich reichte schon der Blick zum Himmel. eine Superzelle von Gewitter zog über Hannover, speziell über die Stadtteile Mitte, List und Bothfeld, besonders über Bothfeld. Um 22 Uhr. Es blieb etwa eine halbe Stunde und in diesen 30 Minuten prasselten Hagel und pro Quadratmeter 67 Liter Regen auf uns. Siebenundsechzig! Solche Mengen gab es hier noch nie. Die Straßen schwammen. Wir verbrachten die halbe Stunde auf unserer Küchenterrasse und leerten die Regentonnen in den Vorgarten, die Abgrenzung zum Kellerfenster an dieser Hausseite war 1 cm vor dem Überlaufen, der Garten davor war ein Teich geworden, dann lief die Terrasse voll, wir standen bis zum Knöchel im Wasser. Der hintere Garten war zu zwei Dritteln ebenfalls zum Teich geworden. Als das Prasseln nachließ ging ich bangen Herzens in den Keller.
Erst dachte ich, alles sei in Ordnung. Dann erst merkte ich, dass der Flurteppichboden nass war. Das Wasser muss durch zwei Kellerfenster, an der Nordseite des Hauses zum Weg gelegen, gekommen sein. Das gab es in den über 60 Jahren, die dieses Haus steht, noch nie. In den beiden Räumen stand es 2 cm hoch. Wir wechselten vom Eimer-entleeren-draußen zu Tücher-auswringen-drinnen. Die Männer der Familie kamen zur Hilfe und berichteten von gesperrten Straßen und unpassierbaren Kreuzungen, dann legten wir zusammen den Keller trocken, schleppten Dinge nach oben - und gingen gegen 1 Uhr morgens schließlich ins Bett.
Nun steht überall etwas herum, trocknet vor sich hin, wird aussortiert oder noch für gut befunden, die Versicherung informiert. Mein innerer Panikknopf ist immer noch gedrückt und ich träume von Wasserfluten. Dabei war es gar nicht so viel bei uns - alle elektrischen Geräte funktionieren - kein Dreck - klares Regenwasser - was wenig alles anrichten kann.
Und der Landesgartenschaubericht muss noch warten.