Langsam, ganz langsam, tauen wir auf. Der Schnee schmilzt und hinterlässt matschige Pfützen. Nebel legt sich über das Land. Es ist weiterhin trostlos trüb.
Derweil starten die olympischen Winterspiele in Italien. Wie erfreulich finden wir doch dort den Schnee. Da muss nicht künstlich beschneit werden, da ist einfach alles weiß. Da passt das.
Maskottchen dieser Winterspiele sind Hermeline: die weiße Tina und der braune Milo. Hermeline sind Marder, Raubtiere. Ein Marder läuft nächtlich durch unseren Garten und sucht Essbares. Den an der Straße parkenden Autos legen die Besitzer neuerdings Gitter unten drunter, als Marderabwehr wegen durchgebissener Kabel. Wir klopfen immer wieder die Erkerabdeckung auf den Dachziegeln flach, damit das Tierchen nicht auf den Dachboden turnt. Und in Mailand, ja da fiel zu Beginn der Eröffnungszeremonie der Strom aus ...
Die fanden wir recht langatmig und langweilig, der deutsche Ton war in der ersten Hälfte grottenschlecht, die beiden deutschen Kommentatoren des Öffentlich-rechtlichen haben offenbar geglaubt, eine Radioübertragung zu begleiten und hätten besser einfach die Klappe gehalten. Besonders der, der mal hier in Hannover zur Schule gegangen ist.
Der Einmarsch der Nationen dauerte endlos, weil er gleich in vier Orten stattfand. Damit die Athleten und -innen nicht hin- und her fahren mussten. Jeweils ein olympischer Ring war aufgestellt, im Schnee eingegraben, und dadurch kamen sie .... es war wie bei Stargate mit den Sternentoren, durch die im Universum herumgereist wurde. Die Regie schaltete von einem Tor zum nächsten, dadurch blieb uns mehr Zeit zum Kritisieren der Mode der einzelnen Länder. Mein Highlight dieses Mal war Kanada, absolut Kanada.