Kein Schnee, nicht ein Fitzelchen. Aber Nebel. Dicker Nebel, der feucht und kalt herunterfällt und den Garten einhüllt und alles drumherum, der die Geräusche der Stadt schluckt, nur leider nicht die der schreienden Nachbarn. Da merkt man dann doch, dass wir nicht alleine auf weiter Flur wohnen, obwohl ich das gerne würde. Irgendwo in Wald und Feld und auf einen Kilometer nur Bäume. Manchmal wünsche ich mir das, aber dann ist die Nähe von Einkauf und Ärzten und Krankenhäusern und Kultur doch wieder nett. Und wir werden ja nicht jünger, obwohl, wir sind gesund, wir sind sehr dankbar dafür, denn wenn wir uns umhören in Verwandt- und Bekanntschaft, dann ist da einiges.
Dem Waschbären, den mittlerweile zwei Waschbären, die nächtlich durch den Garten laufen, immer von Westen nach Osten und zwei Stunden später von Osten nach Westen, denen also war der Nebel wurscht. Dem durchhoppelnden Marder auch. Den drei Katzen aus Nachbarhäusern auch, nur ihre Ich-lauere-auf-eine-Maus-Plätze blieben leer.
Die Eichhörnchen kamen morgens nach Sonnenaufgang und putzten alles weg, was ich ihnen hingelegt hatte, schön verteilt, so dass sie sich nicht in die Quere kamen und friedlich essend dasitzen konnten. Drei kommen derzeit und wenn es so kalt ist, auch durchaus gleichzeitig. Nüsse - Weihnachtsgaben für die Hemmis.