Das Haus war kalt und die aufgestellten Heizlüfter brachten nur bedingt Abhilfe. Was macht Frau da? Genau. Frau geht in die Küche, heizt den Backofen an und backt Weihnachtskekse.
In diesem Jahr schafften es die Zimtschneckchen meiner Oma in die Auswahl. Sie brauchen etwas Zeit, weil der Teig immer wieder kühl ruhen muss. Aber in dieser Zeit kann man Frau
ja ein anderes Keksrezept ausprobieren.
Für den Teig braucht Ihr:
160 Gramm Butter (rechtzeitig aus dem Kühlschrank geholt, damit sie sich gut aufschlagen lässt)
100 Gramm Honig
1 Ei
1 Teelöffel gemahlene Vanille
300 Gramm Weizen-Vollkornmehl (am besten frisch gemahlen, es funktioniert aber auch mit Auszugsmehl)
eine Prise Salz
1/2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom (den ich im Ganzen kaufe und mit dem Weizen frisch mahle)
Die Butter wird mit dem Honig zu einer dicken Creme aufgeschlagen, dann kommt das Ei dazu und wird mit dem Handmixer untergerührt. Das Mehl wird mit Vanille, Salz, Backpulver und Kardamom vermischt und untergemengt. Formt den Teig schon einmal zu einem flachen Strang, teilt ihn in zwei Hälften und packt ihn luftdicht ein. Dann kommt er in den Kühlschrank, das geht auch über Nacht.
Die Teighälften werden getrennt verarbeitet. Ich musste sie erst wieder etwas wärmer werden lassen, denn jede Hälfte wird auf etwa 19 x 22 Zentimeter flach ausgerollt.
Für die Füllung werden 70 Gramm Butter flüssig geschmolzen, mit 100 Gramm braunem Rohrohrzucker und 4 Teelöffel Zimtpulver (Ceylonzimt) vermischt. Und dann auf die Teigplatten gestrichen.
Dann wird von der langen Seite her vorsichtig und stramm aufgerollt, das geht mit einer Backmatte prima. Gut andrücken. Und dann kaltstellen, auch das geht über Nacht, aber mindestens 1 Stunde, damit die Butter gut fest wird.
Dann schneidet Ihr 1 Zentimeter dicke Scheiben, die flach aufs Backblech und in den auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen kommen. Sie brauchen etwa 14 Minuten, das ist von Ofen zu Ofen etwas unterschiedlich, darum nach 10 Minuten nachsehen und dabeibleiben.
Sie schmecken besser, wenn sie einige Tage durchziehen können, dann intensiviert sich der Zimtgeschmack.
En Guete, sagt man in der Schweiz.