Es gibt eine Neuerung hier in Hannover. Genauer, es gab sie schon einmal und dann wieder nicht. Jetzt hat sie der große Drogeriemarkt aus der städtischen Peripherie, der mit dem Pferd im Logo, wieder ausgegraben und einen Nikolauslauf veranstaltet. Der erste Lauf war an diesem Nikolaustag, am Samstag. Und er soll sich in den nächsten Jahren wiederholen.
Das Wetter war so naja, trüb und dunkel und windig, aber immerhin ohne Regen ab dem Mittag bis zur Dunkelheit. Passte.
Pro Läufer und Läuferin spendete das Unternehmen mit dem Pferd zwei Euronen an eine gute Sache. Aber verkleidet sollten sie kommen, so mit Mütze und rotem Mantel, das schönste Kostüm bekäme einen Preis.
Die Laufstrecke ging am Mittellandkanal entlang, sozusagen vor unserer Haustür, Start und Ziel gleich an der nächsten Brücke. 2,5 Kilometer westwärts am Kanal lang, 2,5 Kilometer auf der anderen Kanalseite wieder zurück. Für die ganz Eifrigen die Strecke zweimal.
Natürlich gingen wir hin und nahmen die Kameras mit. Ich träumte von einem Pulk an verkleideten Nikoläusen. Und, ja, da waren einige dabei, vielleicht die Hälfte der Läufer und Läuferinnen hatten eine rote Mütze auf, am Anfang wenigstens. Es gab einige wenige rote Mäntel, es gab einen Nikolaus mit Sack und Rentieren, alle weiblich, vorneweg. Vater Nikolaus und Sohn Nikolaus. Aber ganz, ganz viele einfach nur so. Laufkleidung.
Die Presse war auch da und machte Fotos, auf denen es aussah, als wären nur Teilnehmer in Nikolausverkleidungen gelaufen, das ist die Kunst der Fotografie. Ich war beeindruckt. Die Starterzahl von 400, später in der Zeitung geschrieben, war wahrscheinlich eine grobe Schätzung, eine geschönte Schätzung. Ich glaube keine einzige Zahl. Aber das kann ja noch werden. In den nächsten Jahren.