Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 11.12.2017

 

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Schneefarben

An einem Tag noch Minus 5 Grad Celsius, am nächsten dann Plus 5 Grad Celsius. Wir tauen auf. Aber wir tauen mit viel, viel Glätte und dicken Schneeresten vor der Tür.

Weiß und Eisfarben lösen jetzt das Rot-Grün der Weihnachtszeit ab. Von meinen zahlreichen Amarylliszwiebeln hat sich pünktlich mit dem Schneefall "Matterhorn" zum Aufblühen entschlossen. Matterhorn macht ihrem Namen wirklich alle Ehre: vier große Blüten auf einem starken, festen Blütenstiel.

 

Seit ich erzählt habe, wie schön ich Amaryllis finde, haben sie sich zu einem beliebten kleinen Mitbringsel im Familienkreis entwickelt. Eine Blume passt immer. Bei Amaryllis ist es auch spannend, wie die Blüte dann wirklich aussieht. Denn die großen Gartencenter nehmen es mit der Ausschilderung nicht immer so genau und besonders Baumärkte sind da für Überraschungen gut.

Das, was wir als Amaryllis bezeichnen, heißt mit lateinischem Namen Hippeastrum und auf Deutsch Ritterstern. Ursprünglich kommt sie aus Südamerika, aus den peruanischen Anden und sie hat sich an die dortigen extremen Trockenzeiten angepaßt. Regenzeit in den Anden ist von Dezember bis März und in dieser Zeit blüht sie auch bei uns, wenn wir dieses Klima für sie simulieren. Die bei uns in den Geschäften verkauften Züchtungen  vertragen übrigens keinen Frost.

Amaryllis "Hippeastrum Matterhorn"
Amaryllis "Hippeastrum Matterhorn"

Meine Pflegetipps: Wenn sie blüht, sollte sie hell, aber nicht in der Sonne stehen, 20 Grad sind eine prima Temperatur. Nach der Blüte (Verblühtes einfach abschneiden) entwickelt sie ihre Blätter, mag dann auch mehr Wärme und kann ab Mai im Garten in den Schatten. Das Gießen (einmal wöchentlich mit Flüssigdünger) macht man am besten über den Untersetzer. Die Blätter und Wurzeln versorgen jetzt die Knolle mit Kraft für die nächste Blüte.

Ab Mitte August wird nicht mehr gegossen, dann welken die Blätter langsam ab und werden entfernt und der Topf mit der Zwiebel wird in den kühlen dunklen Keller gestellt. Oder in ein Nordfenster. Im November holt man ihn wieder heraus, ersetzt die Blumenerde durch frische (die Zwiebel muss zur Hälfte herausschauen und man kontrolliert die Wurzeln auf vertrocknete) und gießt einmal gut an. Der Topf wird hell und warm gestellt und man wartet ab.

Irgendwann im Dezember-Januar erscheinen dann die Blütenköpfchen. Erst wenn sie gut 10 cm herausschauen, wird regelmäßig über den Untersetzer gegossen - wenig. Eine blühende Amaryllis ist dagegen recht durstig. Ich stelle sie immer etwas weiter vom Fenster weg auf, dann hält sich die Blüte länger.

Und dann beginnt es von vorn.