Rosebudbears by SyKe

Träume in die Kinderzeit

von

Sylvia Keese

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  letztes Update am 22.07.2017

 

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Juni 2017

Do

29

Jun

2017

Donnerstags Unwetter?

Auf Petrus Terminkalender scheint für die Donnerstage als Eintrag zu stehen:

Unwetter.

bedrohliche Wolkentürme bringen Blitz, Donner und Rasen unter Wasser
bedrohliche Wolkentürme bringen Blitz, Donner und Rasen unter Wasser

Eigentlich hatte uns der Donnerstag der letzten Woche ja gereicht. Das war genug Regen für die nächsten Wochen und der Rasen ist nun auch wieder grün geworden. Und ich habe es seitdem gerade so geschafft, die heruntergeschlagenen Blätter und Blüten und Miniäpfel, die erst noch groß werden wollten, aus den Beeten zu sammeln und alles wieder nett zu machen.

die letzten Rosen meiner Constanze Spry
die letzten Rosen meiner Constanze Spry

Und nun schon wieder. Wassermassen, die vom Himmel stürzen und die der Boden gar nicht so schnell aufnehmen kann. Wie gut, dass die Kanalisation nur 100 Meter entfernt in den Mittellandkanal mündet.

Dem Fröschlein im Brunnen ist das egal, steigt der Wasserpegel eben in Richtung Rand. Noch ein wenig und es kann darüber schauen.

 

An diese Sturzfluten hier im Hannoverschen kann ich mich aus meiner Kindheit überhaupt nicht erinnern. Vielleicht erwischt ja eine den G20-Gipfel in Hamburg und schwemmt auch die letzten Zweifel am Klimawandel davon...

Donnerstag, Petrus.

 

Di

27

Jun

2017

vom Wetter und so weiter

Dieser Monat zerrinnt mir unter den Fingern. Die Tage fliegen vorbei und ich frage mich, was ich eigentlich gemacht habe. Unser Büroumzug ist in der heißen Phase, mit Akten gefüllte Kartons stapeln sich im Flur, blaue Säcke mit Altpapiermassen (unsere hannoversche Art der Entsorgung) warten auf die Müllwerker. Was die wohl denken, wenn sie den Berg auf ihren Wagen werfen müssen?

Geißblatt
das Geißblatt blüht und duftet trotz des Unwetters

Das Wetter ist dafür nicht mehr in der heißen Phase, das ist sehr wohltuend wenn man im Haus herumräumen muss. Die Hitze und Schwüle der letzten Woche gingen am Donnerstag mit Knall und 20 Minuten Starkregen.

Dieses Mal erwischte es auch Hannover, der Hauptbahnhof lief voller Wasser, aus Straßen wurden Bäche, Bäumen wurden Äste und Laub abgeschlagen oder sie fielen einfach um. Wir hatten Glück im Unwetter, der hintere Gartenteil stand zwar 5 Zentimeter unter Wasser, das Wasser schoss einfach über die Regenrinne hinweg und über die Regentonne und die Küchenterrasse war gut für Booteschwimmenlassen, aber wir hatten kein Wasser im Keller und unsere Bäume hielten sich wacker.

Dieser kleine Kerl hatte sich auf den Terrassentisch gerettet, um nicht weggeschwemmt zu werden von den Wassermassen.

Seitdem wechseln sonnige Phasen mit nassen. Vielen nassen Phasen, wie Perlen an einer Schnur ziehen die Regenwolken über uns am Himmel entlang. Erst Kühle, dann Schwüle, dann Regen, dann ... Und dabei ist doch heute Siebenschläfer!

Siebenschläfer! Wird das wieder so ein Wechselwetter-Sommer wie der letzte? Bitte nicht.

amerikanische Kiefernwanze

Der kleine Kerl ist eine amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze. Dort in Amerika ein Schädling in den Koniferenzuchten. Sie saugt an den Samen der Nadelbäume. Seit fast 20 Jahren taucht diese Wanze in Europa auf und scheint sich jetzt auch bei uns im Garten wohl zu fühlen. Mit gut 2 Zentimetern Länge plus Fühler ist sie recht groß. Für Menschen ist sie harmlos, selbst wenn sie uns anfliegt, weil sie den hungrigen Vögeln ausweichen muss. Sie muss auf sich aufpassen, Amseln mögen so einen guten Happen.

 

Mi

21

Jun

2017

der längste Tag

Auch wenn nicht jeder Radio-Fernseh-undwassonstnoch-Moderator darauf hinweisen würde... Es ist nicht zu übermerken, dass heute Sommeranfang ist: Sommersonnenwende und der längste Tag des Jahres. Midsommar.

 

Und - ja - es ist etwas schizophren, dass ab heute die Sommertage gleich wieder kürzer werden, aber was ist, das ist. Und wenn's regnet ist das sowieso egal.

Sonnenblume
eine erste Sonnenblume für die Terrasse

Aber die Sonne scheint. Der Himmel ist wolkenlos blau. Ein leichter Wind weht. Wir hatten eine kühle Nacht zum Richtig-Durchlüften nach heißen Tagen und danach angenehme trockene 25 Grad Celsius. Ich habe es genossen. So kann der ganze Sommer sein.

Sonnenblume
Hallo Sonne

Morgen jedoch soll es brütend heiß werden, mit Gewitter und Unwetter. Die Medien überschlagen sich schon mit düsteren Prognosen, was die Unwetterfront uns bringen wird. Schlimm - schlimmer - am schlimmsten. Ich hab's so satt...

 

So

18

Jun

2017

Chippendale

Rose Chippendale

Chippendale - nein, damit meine ich nicht die Männer, die sich gern vor Frauen ausziehen, mit Kreischalarm und Fremdschämen, aber das ist wohl eine Form missverstandener Gleichberechtigung - ich meine auch nicht Thomas Chippendale, den Kunsttischler, der einen bestimmten Möbelstil im England des 18. Jahrhunderts einführte.

Rose Chippendale

Chippendale heißt diese schöne Rose und sie steht leider nicht bei mir, sondern im Nachbargarten. Der Duft ist so naja, aber die Blüten sind wunderschön. Sie blüht mehrfach durch den Sommer - da kann man das Schnuppererlebnis schon mal vernachlässigen.

Ich muss wirklich nochmal im Garten schauen, ob ich nicht doch noch ein Plätzchen für diese Rose finde. Vielleicht etwas Rasen wegnehmen... Bisher ist jeder Versuch in dieser Richtung von meiner Familie vehement abgeschmettert worden: sooo eine schöne Rasenfläche, zum Sonnen, zum Zelten, zum Federballspielen, fürs Planschbecken - o.k. Planschbecken bei den angesagten 30 Grad Celsius lasse ich gelten.

Rose Chippendale

Aber vielleicht doch ein ganz kleines Eckchen...?

 

Di

13

Jun

2017

die Qual der Wahl

Es gibt Wochenenden, an denen so viel los ist, dass wir uns kaum entscheiden können. Gerade das letzte war wieder so eines.

Feuerwerkswettbewerb
Feuerwerk im Großen Garten Herrenhausen

In Hannover begann auf dem Expo-Gelände die Ideen-Expo (bis zum 18.) und brachte ein Konzert der Fantastischen Vier mit.

(Die Expo-Plaza vor unserem Büro war dieses Mal nicht Konzerttribüne, sie ist aber so etwas wie eine erweiterte Eingangshalle. Und so ist es im Büro in dieser Woche fürs Arbeiten eigentlich zu unruhig und zu laut und nur mit Lärmstop in den Ohren möglich. Mit AC DC ging's am Montagmorgen los, Musik vom Band und Durchsagen per Lautsprecher machten Telefonieren unmöglich, tieffliegende Hubschrauber und aufheulende Motoren nervten irgendwann nur noch. Aaber - nicht mehr lange und dann kann die Stadt ja mal versuchen für ihren heruntergekommenen teuren Pavillon neue Mieter zu finden - zu der Miete und ohne gültige Baugenehmigung.)

In Kassel begann die Documenta und im Hamburg-Harburger Archäologischen Museum die Duckomenta.

In Hannovers City war mal wieder Schorsenbummel und die Lister Meile hatte ihr jährliches dreitägiges Lister-Meile-Fest mit viel Essen und Trinken und Livemusik von neu zu entdeckenden Bands.

Die Freeses von NDR2 feierten ihr eigenes Straßenfest. (Deren Erlebnisse höre ich wirklich gern, schon wegen der Namensähnlichkeit. Und ich glaube, ihr Papa und Erfinder wohnt in unserem Viertel. Wenn er ihnen eine "Durchgeknallte von der Ecke, die nachts immer aus dem Dachfenster geschrien hat" ins Script hineinschreibt, dann kann er nur hier wohnen. Und Straßenfest ist hier übrigens im August.)

Feuerwerkswettbewerb Hannover
Teile des österreichischen Wettbewerbsbeitrags

Am Samstag war auch "lange Nacht der Museen" und alle daran teilnehmenden Museen zu besuchen eine planerische Herausforderung.

Und in Herrenhausen war der diesjährige Feuerwerkswettbewerb zweiter Teil mit Österreich.

Feuerwerkswettbewerb Hannover
Schlussbild bei Österreichs Feuerwerk. Es hätte ruhig etwas höher sein können.

Wie das so ist, wenn man ein zuviel an Angeboten hat - wir blieben einfach im eigenen Garten und machten in Familie.

Vollmond

Aber spätabends haben wir vom Balkon unserer Tochter aus einige Eindrücke des Feuerwerks erhascht. Am Standort des Kirchturms von St. Marien müssen wir noch arbeiten.

Auf den Mond aber hatten wir freie Sicht. Es war Vollmond und ein wunderbares Farbenspiel der Wolken.

 

Fr

09

Jun

2017

Fressfeinde

Wenn ein Tag damit anfängt, dass ich im Garten über gerupfte Meisenfedern stolpere... Dann könnte ich gleich wieder ins Bett zurück.

Kohlmeise Sonnenbad
als junges Meischen beim Sonnenbad auf der Fensterbank

Wir hatten erst kürzlich schwarze Amselfedern auf dem Rasen entdeckt und den immer mal wieder kreisenden Falken für den Übeltäter gehalten. Das war ein Irrtum. Denn aus unserem großen Buchsbaum im Rosenbeet sprang heute die Nachbarkatze heraus, Federn hingen noch an ihrem Maul. Ich mag Katzen, ja, wirklich, sehr. Ich hatte früher auch Katzen. Aber diese Katze wird täglich gut gefüttert und Jagdtrieb hin oder her... Nicht bei uns.

Pikanterweise sind das die Nachbarn, die böse Nachbarschaftsbriefe verteilen, wenn eine tote Amsel in ihrer Garagenauffahrt liegt. Ich könnte ihnen ja mal die Überreste meiner geliebten Kohlmeise dazulegen und sehen, was sie dann sagen.

Kohlmeise
und schon etwas älter beim Beobachten von uns Menschen

Ich habe jetzt eine Kunststoff-Rasenkanten-Rolle locker unter und im Buchsbaum platziert, so dass dort kein gemütliches Lauerplätzchen mehr ist und ab und zu halte ich den Wasserstrahl hinein. Auf scharf gestellt. Nimm das!

 

Do

08

Jun

2017

Wahrnehmungen

Und nun das Deutscher-Pavillon-Büroparty-Wochenende Teil 2. Mit den Getränken hatte ich aufgehört.

Wir waren sehr froh, nicht die hohen Getränkepreise bezahlen zu müssen, wir hatten einen vollgestopften Kühlschrank und eine vollgestopfte Kühltasche, denn es war wirklich warm und auf der Plaza noch wärmer in der prallen Sonne und einige dort haben, vielleicht wegen der hohen Preise, offenbar nicht genug getrunken und dann kamen die Sanitäter. Nach 10 Minuten. 10 Minuten! Die Security fand's schnell.

Erstaunlich, wie stark sich Wahrnehmungen unterscheiden können.

Zum Beispiel auch meine und die unserer Tageszeitung. Wir haben das Ohne-NDR2-Plaza-Konzert sehr unterschiedlich empfunden. Besonders den letzten Auftritt.

 

Der erste Plaza-Abend stand doch sehr unter dem Einfluss der Diskussion um die Söhne Mannheims und Xavier Naidoo und einen ihrer Liedtexte, den die Rechtsradikalen für sich vereinnahmt haben, und einer Hexenjagd, die im NDR-Rückzug gipfelte. Und jeder glaubte ein Statement abgeben zu müssen, auch auf der Expobühne. Oder vor dem Eingang zu demonstrieren. Ich habe mich gefragt, ob sie das auch tun werden, wenn Filme mit Tom Cruise oder John Travolta, die laut für die unsägliche Scientology schreien, anlaufen… Die Söhne Mannheims waren Paten im Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ der Schule meiner Kinder. Bis der Shitstorm losbrach fanden sie alle toll. Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich den Liedtext nicht verstanden habe, auch nach dreimal lesen nicht (wobei ich absichtlich auf alle wohlgemeinten Interpretationshilfen der Medien verzichtet habe) und obwohl ich Deutsch-Abitur habe, und dass ich ihn dahin werfen würde, wo er hingehört: in den Mülleimer.

Ohne-NDR2-Plaza-Festival: Söhne Mannheims - Bosse - Max Giesinger - Bastille
Ohne-NDR2-Plaza-Festival: Söhne Mannheims - Bosse - Max Giesinger - Bastille

Das „euphorische Live-Feeling“, mit dem die Bandauftritte der Söhne beworben werden, war diesmal futsch. Es war sowieso nicht so pickepackevoll wie am zweiten Abend. Und nach Henning Wehland, Max Giesinger (der live richtig gut rüberkam), Bastille, Walking on Cars und Bosse (mein energiegeladenes Highlight und zuletzt schweißnass) drehte sich gefühlt ein Fünftel der Besucher um und ging. Von der endlich mal tollen Bosse-Stimmung rettete sich nicht viel rüber zu den Söhnen. Nur in die ersten Reihen. „So richtig Stimmung kam erst beim Hauptact auf…“ schreibt die Zeitung, die wahrscheinlich genau dort stand. Nicht gemerkt, dass keiner nach einer Zugabe rief und alle schon halb weg waren, als die Söhne noch mal rauskamen? „Wir haben doch noch was für Euch.“ Und Zugabe spielten. DAS hätte ich nie getan. Das war erbärmlich. Fremdschämen.

NJoy-Starshow: Beginner hatte Wölfe=TIERE mitgebracht- Imany - Alle Farben
NJoy-Starshow: Beginner hatte Wölfe=TIERE mitgebracht- Imany - Alle Farben

Was ich nie gedacht hätte: das NJoy-Konzert gefiel mir erheblich besser und ich bin schon lange nicht mehr in der NJoy-Zielgruppe. Die Plaza war voller als voll, die Stimmung bombig und die Acts machten Party pur: Chefboss, DJ Alle Farben, Imany, Clean Bandit, die Beginner mit dem fabelhaften Jan Delay und zuletzt Deichkind.

der Abschluss: Deichkind mit REGENSCHIRMEN und Flaggen an langen STANGEN
der Abschluss: Deichkind mit REGENSCHIRMEN und Flaggen an langen STANGEN

Deren Musik kann man mögen oder nicht (die Texte sollte man unbedingt nachlesen), die Bühnenshow muss man mögen – bunt und schrill und lustig und bloß nicht zwischendurch weggucken, soviel passiert. Sie geben alles. Und die Menge stand bis zur letzten Sekunde und wollte sie gar nicht mehr fort lassen.

Und deshalb bin ich doch ein wenig traurig, dass nun Schluss mit den Büropartys ist.

 

Di

06

Jun

2017

Ein Letztes

Das Wochenende zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten war so heiß und sonnig, dass es schon fast zu viel war. Und es war unser letztes Deutscher-Pavillon-Büroparty-Konzert-Wochenende. Wenn ich schreibe „letztes“, dann weil das Büro bald umziehen wird. Und dann wird es keinen Konzert-Logenplatz zur Expo-Plaza mehr geben. Also galt es, dieses Wochenende noch einmal auszunutzen und wild entschlossen Party zu machen.

Am Freitag war Ohne-NDR2-Plaza-Festival und am Samstag die NJoy-Starshow.

Um es gleich zu sagen, in unserem Blickfeld stand ein großer weißer Pavillon und der „wir-haben-den-längsten“-Grillstand verräucherte die Luft. Und die Bürofenster waren auch diesmal von außen nicht geputzt. Wahrscheinlich hat sich die Stadt Hannover gesagt, dass das (und mal gründlich aufräumen und saubermachen - ob es noch Ratten gibt? ja wahrscheinlich, zumindest könnte ich Tipps geben, wo sie reinkommen) nicht mehr nötig ist, wo doch keine Flüchtlinge mehr im Erdgeschoss zelten. Von 19.00 bis 20.30 stand die Sonne auf den Fenstern, die sich nicht ganz öffnen lassen, nur ankippen und für die es übrigens keine Abschattierungsmöglichkeit gibt – und eine Klimaanlage schon gar nicht -, und die Sicht nach außen war wie durch einen Wattebausch.

Ersatzweise sahen wir den großen Spinnen im Erdgeschoß beim Beutefang zu, denn der Boden im Fensterbereich ist aus Glas. Das fördert die Kommunikation mit etwaigen Erdgeschossbewohnern...

Die Akustik war so, dass wir auch auf den Klos alles ganz genau hören konnten.

 

Dieses Mal gab es auch wieder Diskussionen mit den Ordnern. „Ich muss in ihre Taschen sehen.“ „Nein. Ich gehe nicht aufs Festival-Gelände, sondern in mein Büro.“ „Ich muss aber in ihre Taschen sehen…“ „Nein“. „Sie dürfen nicht auf dem Weg vor dem Deutschen Pavillon stehen.“ „Doch, ein Teil des Wegs gehört zum Grundstück des Deutschen Pavillons, sieht man übrigens an der Pflasterung der Eingänge und am Dach und wir haben Wegerechte.“ „Wenn sie nicht weggehen, hole ich die Polizei.“

Hätten Sie doch… Denn sie konnten nichts dagegen machen, dass wir auch während der Konzerte in unsere gemieteten Räume gingen – und wieder hinaus, um die Post zu holen – und Luft zu schnappen – und dass wir am Fenster standen und zuschauten. Wie übrigens die Mieter in allen anderen angrenzenden Gebäuden auch.

Statt die Pavillonmieter zu schikanieren, hätte die Security sich besser um die Konzertbesucher kümmern sollen. Es ist nicht schön, wenn Besoffene direkt unterm Fenster durch den Zaun pinkeln… So dunkel kann es gar nicht werden.

Und... hallo Security.... Es gab doch eine lange Liste mit Dingen, die die Besucher nicht aufs Festivalgelände bringen durften:

alle diese Schirme waren auf der Plaza - und der Dinosaurier
alle diese Schirme waren auf der Plaza - und der Dinosaurier

keine Gläser, Dosen, Plastikkanister und Getränkeflaschen, nur 0,3 l Tetrapaks (gibt’s die überhaupt?), keine Selfie Sticks, keine Stöcke und Stangen, keine Klappstühle und –hocker, keine Regen- und Stockschirme, keine Tiere, keine Waffen, kein Feuerwerk, keine größeren Rucksäcke und natürlich nichts für Film und Foto, was größer war als das Handy. Es wurde kontrolliert und abgetastet.

 

Erstaunlich, als vor unseren Fenstern Klappstühle aufgebaut wurden und Fans sich in den Schatten  des Baumes setzten.

Erstaunlich, wie viele Regenschirme gegen die Sonne aufgespannt wurden.

Erstaunlich, Fahnen an langen Stangen aus der Menge ragen zu sehen.

Und das, bevor der erste Musikact auf der Bühne war.

Auf der Bühne gab es sowieso alles, was der zahlenden Menge verboten war: Regenschirme - Tiere - Lange Stangen - und

Wasserflaschen (während auf dem Platz 4 Euros für den halben Liter Wasser und 4,50 Euros für ein Bier verlangt wurden, für Prosecco und Erdbeerbowle übrigens 5 Euros).

Fortsetzung folgt

 

So

04

Jun

2017

Der Mann im Mond

Wieder einmal sind Unwetter über Deutschland gezogen und wir hatten große Sorge, dass sie am Samstag die Rückkehr unseres Sohnes aus Dumpfland - tschuldigung - Amerika beeinträchtigen könnten. Aber dieses Mal war alles gut, Hannover hatte einen schrecklichen dicken Platzregen, der meine schönen schönen Rosen zerschlagen hat, ausgerechnet die, die nur einmal blühen... aber keine Überschwemmung, Blitz oder Hagel. Nun hat es sich abgekühlt, ist windiger und wolkiger, aber immer noch Sommer.

Und wir grillen draußen im Garten: Hähnchen. Endlich wieder ein Hähnchen ohne Chlorgeschmack für unseren USA-Reisenden.

Rose Tuscany
Rose 'Tuscany' ist leider einmalblühend

Von oben schaut der Mond durch die Wolken…. Ich bin überzeugt, es gibt ihn, den Mann im Mond, vielleicht versteckt er sich unterirdisch so wie die Marsmenschen.

Vollmond

Und vielleicht sitzt er jetzt dort oben auf dem „Bear Mountain“ unweit der Apollo-17-Landestelle und schaut zur Erde, dorthin von wo die Apollo kam und gottlob wieder hin verschwand. Und sagt sich: "So sind die Menschen, ihre ganze Erdgeschichte, egoistisch und gewalttätig und immer nur auf Macht und Geld aus, sie behaupten, einen Gott zu haben, dabei macht sich jeder seinen eigenen und benutzt ihn als Rechtfertigung für seine Verbrechen, die nur auf Macht und Geld abzielen, sie manipulieren, sie zerstören, andere und die Umwelt, nur dass mancher das nicht merkt, und manche sind einfach zu blöd dazu, und ihren Schrott lassen sie überall herumliegen, sogar hier.

Bin ich froh, dass sie wieder weg sind.

Und wenn sie dann eines Tages aussterben oder sich gegenseitig umgebracht haben, dann ist hoffentlich noch nicht alles kaputt auf der Erde und ich hab' wieder meine Ruhe."

Und natürlich sind nicht alle Menschen so. Es gibt ganz reizende, liebevolle, intelligente und umsichtige Menschen. Aber es gibt eben auch diese anderen... So sad.

Rose Tuscany
'Tuscany': je mehr Sonne desto lilaner werden die Blüten

Tatsache ist übrigens, dass sich der Mond ganz langsam, sehr langsam von der Erde entfernt. Jährlich knappe 4 Zentimeter. Aber bevor er ganz aus unserer Umlaufbahn verschwindet - was verheerende Folgen für die Länge von Tag und Nacht hätte und was eine Neuverteilung von Wasser und Land und große Stürme mit sich brächte - wird unsere Sonne sich aufblähen und die Erde verschlucken und danach sterben. So in 7,5 Milliarden Jahren. Und dann gibt es eine Spezies bestimmt nicht mehr: Menschen.

 

Do

01

Jun

2017

Juniduft

Hallo Juni, schnell bist du gekommen. Sehr schnell, zu schnell, denn ich habe das Gefühl noch gar nichts in diesem Jahr geschafft zu haben.

Rhododendron lila Blüte

Mit dem Juni beginnt mein Sommer. In diesem Jahr war die erste Sommernacht noch ganz schön kalt, gerade mal 6 Grad Celsius. Die Gewächshaustür musste für die Nacht geschlossen bleiben, damit die Tomatenpflanzen und die zarten Basilikumkeimlinge sich nicht erkälten.

Aber am Tag  wurde es sommerlich warm, nicht heiß, sondern angenehm. Etwas Wind, blitzeblauer Himmel und trockene Luft. Der Duft der Rosen mischte sich mit dem nach heißem Sand und trockenem Gras, Sommerduft. Die kleinen Meisen und Spatzen legten sich mit ausgebreiteten  Flügeln auf den gut durchgewärmten Rasen: Sonnenbad. Oder sie plantschten im Schalenbrunnen. Mama Star stopfte ihren Kindern Apfelstückchen in die Schnäbel. Und die Hummeln und Bienen brummten und summten in den Rosen.

Rhododendron lila Blüte

Im Vorgarten, an unserer Nordseite, ist es noch frühlingshaft. Dort blühen noch die Rhododendren. Der alte Rhododendronbusch mit den schönen lila Blüten ist schon fast 60 Jahre alt und diesmal besonders prächtig. Ein Hummelschlaraffenland.